„Die Bücherei ist für unsere Gemeinde wichtig und wird von den Bürgern gut angenommen“, betonte Bürgermeister Josef Eisner (CSU) auf einer Gemeinderatssitzung zu Jahresbeginn, auf der der Zuschuss für die Bücherei auf der Agenda stand. Die Räte entschieden einstimmig, sowohl die Anschaffung neuer Bücher als auch die ehrenamtliche Arbeit der drei Helfer zu unterstützen. Die Verwaltung stellte Gelder in Höhe von 1350 Euro für neue Bücher sowie 500 Euro für die Mitarbeiter für das laufende Jahr in Aussicht. Leider hat die Stadtkirche Mühldorf ihren jährlichen Zuschuss von 300 Euro für die Aufwandsentschädigung der Ehrenamtlichen gestrichen.
Dabei investieren sie zwischen 200 und 300 Stunden ehrenamtliche Arbeit im Jahr, um nicht nur die Öffnungszeiten abzudecken: Sie betreuen die Schulklassen, bestellen und katalogisieren neue Bücher, haben in den Zeiten, in denen die Bücherei nicht öffnen konnte, auch Bücher bis zur Haustür gebracht und abgeholt. Und ab und an greifen sie auch mal zum Putzlappen, um den Raum auf Vordermann zu bringen. Trotz Schließungen gab es immerhin 4831 Entleihungen zu verzeichnen. In der Bücherei befinden sich etwa 3400 Medien: „Das Büchereigeschehen stand auch im vergangenen Jahr im Zeichen von Corona. Nichtsdestotrotz stand unsere Ausleihe nicht still. Es fand in den Schließwochen ein verstärkter Liefer- und Abholservice oder auch ein „Bücherhausdienst“ statt. Ab Juli kamen dann wieder die Schulklassen“, erzählt Theresia Huber, die seit fast 40 Jahren ehrenamtlich die Bücherei betreut. vk