Nahversorgung und Treffpunkt

von Redaktion

Ein weiteres Herzstück für Schonstett ist mittlerweile auch der Dorfladen. Unter dem Motto „Kimm fei wieda“ ist der Kramerladen vor gut einem Jahr gestartet. Mittlerweile lässt sich feststellen, dass das Konzept der örtlichen Nahversorgung an sich aufgegangen ist. Das Angebot wird von den Schonstettern gut angenommen und damit ist das Hauptziel erreicht.

Einziger Wermutstropfen: Die Umsatzzahlen haben Luft nach oben. Auf Dauer müsse mindestens die schwarze Null das erklärte Ziel sein, um den Dorfladen, der das komplette Spektrum der Grundversorgung und noch vieles mehr biete, weiterhin aufrecht erhalten zu können, stellt Geschäftsführerin Albertina Frank fest.

Erfreulich sei, dass viele Helfer mit unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit dazu beitragen, den Laden am Laufen zu halten. „Wir wollen unbedingt durchhalten“, bekräftigt die Ladenleitung Petra Tschentscher.

Sie erlebe täglich, dass viele Kunden froh über die Einkaufsmöglichkeit im Ort seien. Sie kämen gerne in den Laden und schätzten die angenehme Atmosphäre und auch das persönliche Gespräch. Gerade in Zeiten von Corona ist der Dorfladen ein wichtiger Treffpunkt geworden.

Mit der Gründung einer Unternehmergesellschaft und rund 150 stillen Gesellschaftern haben die Schonstetter ihre Nahversorgung selbst in die Hand genommen. Damals sei viel Rückenwind aus der Bevölkerung spürbar gewesen und den brauche es weiter, sagt Bürgermeister Paul Dirnecker. „Der Erhalt der Einkaufsmöglichkeit, Schule, Kinderbetreuung und Arbeitsplätze sind die Grundvoraussetzung für die Dorfentwicklung und dafür, dass Schonstett ein attraktiver Lebensort bleibt.“

Die Nahversorgung mit regionalen und handwerklich hergestellten Produkten steigere die Attraktivität der Gemeinde, stärke die regionale Wertschöpfung und sei ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. „Um Natur und Umwelt für unsere Nachfahren zu erhalten, braucht es ein Umdenken der Gesellschaft im Kauf- und Konsumverhalten“, so der Bürgermeister. ca

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