Der Widerstand gegen den Brenner-Nordzulauf war von Anfang an mehr als bloßer Protest. In Oberaudorf macht man sich mit der Bürgerinitiative Inntal 2040 stark für die Verlegung einer Verknüpfungsstelle in den Berg Wildbarren bei Kirnstein. Das Engagement hatte Erfolg: Im Zuge des Raumordnungsverfahrens hatte die Regierung von Oberbayern bei ihrer Bewertung der Raumverträglichkeit Maßgaben für Streckenvarianten genannt. Für die ausgewählte Streckenführung lautete eine Maßgabe, für den Verknüpfungspunkt nach Alternativen zu suchen. Eine unabhängige Machbarkeitsstudie stuft diese Möglichkeit jetzt als schwierig und teuer, aber als nicht unmachbar ein. Oberaudorfs Bürgermeister Bernhardt sieht das positiv: „Bislang hatte es seitens der Bahn immer geheißen, die Verlegung in den Berg sei definitiv nicht zu verwirklichen“. Die Studie zeige, dass die kategorische Ablehnung so nicht zu halten sei. jt