Gemeinden der Region haben volle Agenda

von Redaktion

Der Frühling naht und mit ihm kehren die Lebensgeister zurück. Lag das gesellschaftliche Leben in den vergangenen Monaten coronabedingt streckenweise brach, war doch die Agenda in den Gemeinden der Region voll. Drängendste Aufgaben waren hier vor allem die Schaffung von Wohnraum, Sanierungen und die Digitalisierung. In den vergangenen Jahren haben sich viele Gemeinden damit beschäftigt, dem Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder nachzukommen. Die Nachfrage ist hier weiterhin groß, und so bemühen sich die Verantwortlichen weiterhin, neue Gruppen und neue Plätze zu schaffen.

In Kolbermoor zum Beispiel wurden zwei neue Einrichtungen fertiggestellt: in der Hölderlinstraße und in der Grubholzer Straße. Die Stadt verfügt damit jetzt über elf Kitas.

In Feldkirchen-Westerham wurde der Kindergarten in Großhöhenrain mit einem Finanzvolumen von 285000 Euro und einer staatlichen Förderung von circa 85 Prozent durch einen modernen, bedarfsgerechten und ebenerdigen Anbau erweitert. Seit September können dort 91 Kindergartenkinder und nach Schulschluss noch weitere 19 Mädchen und Jungen eine professionelle „Rundum-Betreuung“ genießen.

In Brannenburg ging der neu gebaute Integrationskinderhort St. Raphael an der Kirchenstraße in Betrieb.

Aber auch außerhalb der Betreuungseinrichtungen wollen die Gemeinden etwas für die Jüngsten unter ihren Bürgern tun. So hat zum Beispiel Bruckmühl die „Outdoor-Arena“ an der Friedrich-Jahn-Straße erneuert. Rund 50000 Euro ließ sich die Marktgemeinde diese Investition in die Zukunft kosten.

Mit der Realisierung des Projektes Rösnerwiese, einem Wohngebiet für alle Generationen mit 160 Wohnungen in verschiedenen Wohnformen samt Parkhaus, einer Kindertagesstätte, mit Grünflächen, Quartiers-Spielplätzen, und -treffpunkten sowie Fuß- und Radwegeanbindungen, hat die Marktgemeinde ein weiteres imposantes Mammut-Vorhaben vor der Brust.

Bauen, bauen, Wohnraum schaffen: das brennt allen Gemeinden unter den Nägeln. Tatkräftig gehen die Verwaltungen das Problem dringend notwendigen neuen Wohnraums an: Dabei werden nicht nur neue Wohngebiete ausgewiesen, sondern auch Altbestand saniert oder umgenutzt. In Kolbermoor zum Beispiel entstanden durch den Neubau beim Rathaus 17 Wohnungen, auf dem ehemaligen Fabrikgelände an der Conradtystraße sogar 76. Sie werden „mit Sozialbezug“ vergeben – also an Menschen, die sich schwertäten, auf dem „normalen“ Markt eine Wohnung zu finden.

Auch in Zukunft entstehen in der Stadt an der Mangfall neue Wohnungen. Bis 2025 werden auf dem Gelände an der Conradtystraße weitere 220 Einheiten dazukommen, zusammen mit den Arealen etwa an Gärtnerstraße und im Spinnereipark werden es insgesamt gut 530 sein.

Bruckmühl schuf mit dem ersten Holzbauhaus der Marktgemeinde am Rübezahlweg 13 und 13a ein auch in energetischer Hinsicht nachhaltiges Vorzeigeprojekt.

Bezahlbarer Wohnraum, das ist auch für die Gemeinde Feldkirchen-Westerham ein Herzensanliegen. Aktuell befinden sich 62 vergebene Wohnungen im Eigentum der Verwaltung, die zu einer Miete von 7,50 Euro pro Quadratmeter an Bürger vermietet werden.

Im Auge haben die Verwaltungen natürlich auch die Lebenssituation älterer Mitbürger. Im vergangenen Jahr ist bereits das Gebäude für das betreute Wohnen bezogen worden. In 48 Einheiten steht barrierefreier Wohnraum zur Verfügung. Die Wohnungen ermöglichen Senioren eine lange Eigenständigkeit im eigenen Zuhause.

So wurde zum Beispiel in Brannenburg im vergangenen Jahr das Gebäude für das betreute Wohnen bezogen. In 48 Einheiten steht barrierefreier Wohnraum zur Verfügung. Die Wohnungen ermöglichen Senioren eine lange Eigenständigkeit im eigenen Zuhause.

Über einen Neuzugang freut sich Bruckmühl: Die geriatrische Reha-Klinik ist von Bad Aibling in die Marktgemeinde umgezogen. Die Einrichtung verfügt über Schlaflaborplätze, Therapie- und Fitnessbereiche, eine Hypoxie-Anlage sowie eine geriatrische Institutsambulanz. Ein Café mit Garten und Innenhof komplettiert das Vorzeige-Projekt.

Im Blick haben die Verwaltungen aber natürlich auch alle anderen Bereiche des kommunalen Lebens. So freut sich die Stadt Kolbermoor über ein neues Feuerwehrhaus und geht die Sanierung des Mareissaales an – ein wichtiger Veranstaltungsort für die Vereine. In Bruckmühl steht der Umbau der ehemaligen Bahnhofsgaststätte in ein Bürger- und Kulturhaus mit einem Volumen von 8,5 Millionen Euro kurz bevor. Die offizielle Einweihung mit Erstbezug ist für den Oktober geplant.

Feldkirchen-Westerham schmiedet Pläne für die Umgestaltung des Dorfplatzes: Angedacht ist eine Sanierung des denkmalgeschützten Büchereigebäudes mit einem neuen Mittelbau für die notwendige Büchereierweiterung inklusive öffentlicher Toiletten sowie einen nördlichen Neubau für die Volkshochschule mit Café und Bistro. Eine komplette Neugestaltung des Außenbereichs soll zu einer weiteren Aufwertung des Dorfplatzes führen.

All das und noch vieles mehr hat sich im vergangenen Jahr in den Gemeinden der Region getan. Lesen Sie auf den kommenden Seiten mehr, wie das Leben in der Region weitergeht.

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