Gemeinden der Region haben volle Agenda

von Redaktion

Der Frühling naht und mit ihm kehren die Lebensgeister zurück. Lag das gesellschaftliche Leben in den vergangenen Monaten coronabedingt streckenweise brach, war doch die Agenda in den Gemeinden der Region voll. Drängendste Aufgaben waren hier vor allem die Schaffung von Wohnraum, Sanierungen und die Digitalisierung. In den vergangenen Jahren haben sich viele Gemeinden damit beschäftigt, dem Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder nachzukommen. Die Nachfrage ist hier weiterhin groß, und so bemühen sich die Verantwortlichen weiterhin, neue Gruppen und neue Plätze zu schaffen.

In Kolbermoor zum Beispiel wurden zwei neue Einrichtungen fertiggestellt: in der Hölderlinstraße und in der Grubholzerstraße. Die Stadt verfügt damit jetzt über elf Kitas.

In Halfing wird der Außenbereich des gemeindlichen Kindergartens, das AWO-Haus für Kinder, das auch Mittagsbetreuung und Hort umfasst, umgestaltet und mit neuen Spielgeräten ausgestattet.

Prutting will den Kindergarten an der Alten Landstraße sanieren und erweitern. Die Gemeinde hat außerdem im vergangenen Herbst einen neuen Waldkindergarten am ehemaligen Lehrbienenstand in Haberspoint eröffnet.

In Brannenburg ging der neu gebaute Integrationskinderhort St. Raphael an der Kirchenstraße in Betrieb.

Voran geht es mit den Plänen für das alte Schulhaus in Erlstätt: Das leer stehende Gebäude soll saniert und wieder mit Leben gefüllt werden.

Aber auch außerhalb der Betreuungseinrichtungen wollen die Gemeinden etwas für die Jüngsten unter ihren Bürgern tun. So hat zum Beispiel Bruckmühl die „Outdoor-Arena“ an der Friedrich-Jahn-Straße erneuert. Rund 50000 Euro ließ sich die Marktgemeinde diese Investition in die Zukunft kosten.

Der Helferkreis „Höslwanger helfen Höslwangern“ engagiert sich ehrenamtlich für Mitbürgerinnen und Mitbürger, beispielsweise bei kurzfristig nötiger Kinderbetreuung, im Krankheitsfall oder wenn ein Fahrdienst benötigt wird.

Mit der Realisierung des Projektes Rösnerwiese, einem Wohngebiet für alle Generationen mit 160 Wohnungen in verschiedenen Wohnformen samt Parkhaus, einer Kindertagesstätte, mit Grünflächen, Quartiers-Spielplätzen und -treffpunkten sowie Fuß- und Radwegeanbindungen, hat die Marktgemeinde Bruckmühl ein weiteres imposantes Mammut-Vorhaben vor der Brust.

Bauen, bauen, Wohnraum schaffen: das brennt allen Gemeinden unter den Nägeln. Tatkräftig gehen die Verwaltungen das Problem dringend notwendigen neuen Wohnraums an: Dabei werden nicht nur neue Wohngebiete ausgewiesen, sondern auch Altbestand saniert oder umgenutzt.

In Kolbermoor zum Beispiel entstanden durch den Neubau beim Rathaus 17 Wohnungen, auf dem ehemaligen Fabrikgelände an der Conradtystraße sogar 76. Sie werden „mit Sozialbezug“ vergeben – also an Menschen, die sich schwertäten, auf dem „normalen“ Markt eine Wohnung zu finden.

Auch in Zukunft entstehen in der Stadt an der Mangfall neue Wohnungen. Bis 2025 werden auf dem Gelände an der Conradtystraße weitere 220 Einheiten dazukommen, zusammen mit den Arealen etwa an Gärtnerstraße und im Spinnereipark werden es insgesamt gut 530 sein.

Kiefersfelden errichtet im Sonnenweg in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Rosenheim 21 Wohneinheiten, wobei in dem Komplex auch elf Sozialwohnungen integriert sind.

In Rimsting soll an der Greimhartinger Straße ein zweites Gebäude im Rahmen des kommunalen Wohnungsbaus gebaut werden. Geplant sind neun Wohnungen, familienfreundlich, seniorengerecht und barrierefrei. Auch Flintsbach beschäftigt sich mit dem sozialen Wohnungsbau: Noch in diesem Jahr soll im Bereich des alten Tennisplatzes mit dem Bau von Wohnungen begonnen werden.

Bruckmühl schuf mit dem ersten Holzbauhaus der Marktgemeinde am Rübezahlweg 13 und 13a ein auch in energetischer Hinsicht nachhaltiges Vorzeigeprojekt.

Im Auge haben die Verwaltungen natürlich auch die Lebenssituation älterer Mitbürger. Ein Meilenstein ist zum Beispiel das Neubeurer Projekt „Ü60 Wohnen“ im Fröschenthal. Hier wurden 33 Wohnungen für Menschen über 60 Jahre geschaffen.

In Brannenburg wurde im vergangenen Jahr das Gebäude für das betreute Wohnen bezogen. In 48 Einheiten steht barrierefreier Wohnraum zur Verfügung. Die Wohnungen ermöglichen Senioren eine lange Eigenständigkeit im eigenen Zuhause.

Über einen Neuzugang freut sich Bruckmühl: Die geriatrische Reha-Klinik ist von Bad Aibling in die Marktgemeinde umgezogen. Die Einrichtung verfügt über Schlaflaborplätze, Therapie- und Fitnessbereiche, eine Hypoxie-Anlage sowie eine geriatrische Institutsambulanz. Ein Café mit Garten und Innenhof komplettiert das Vorzeige-Projekt.

Im Blick haben die Verwaltungen aber natürlich auch alle anderen Bereiche des kommunalen Lebens. So freut sich die Stadt Kolbermoor über ein neues Feuerwehrhaus und geht die Sanierung des Mareissaales an – ein wichtiger Veranstaltungsort für die Vereine.

Oberaudorf hat einen Antrag auf Aufnahme ins Städtebauförderungsprogramm gestellt. Förderung kann es dann für Projekte wie etwa die Erneuerung des Rathausplatzes oder den Umbau des alten Feuerwehrhauses am Kurpark zu einem Gemeinschaftshaus geben.

In Bruckmühl steht der Umbau der ehemaligen Bahnhofsgaststätte in ein Bürger- und Kulturhaus mit einem Volumen von 8,5 Millionen Euro kurz bevor. Die offizielle Einweihung mit Erstbezug ist für den Oktober geplant.

Voran geht es mit den Plänen für ein neues Ortszentrum in Marquartstein: Der Bebauungsplan „Neue Ortsmitte“ wurde einstimmig verabschiedet. Hier soll ein rund 6000 Quadratmeter großes Areal mit fünf architektonisch ansprechenden Gebäuden zur Nutzung als Wohn-, Gewerbe- und Gastronomieeinheiten sowie mit einer Tiefgarage bebaut werden.

All das und noch vieles mehr hat sich im vergangenen Jahr in den Gemeinden der Region getan. Lesen Sie auf den kommenden Seiten mehr, wie das Leben in der Region weitergeht.

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