Küchenabfälle recyceln

von Redaktion

Bokashi: Vom Garten in die Küche und zurück

Bokashi steht für „fermentierte Organik“. Besonders beliebt ist die Fermentation von Küchenabfällen und Rasenschnitt. Mit dem Zusatz von effektiven Mikroorganismen und Pflanzenkohle wird ein wertvoller Dünger für Gartenbeete, Topfpflanzen und Bäume hergestellt.

Das Geheimnis von Bokashi ist definitiv die Fermentation von Organik mit EM unter Luftabschluss. Hierbei entstehen wertvolle Stoffe, wie nützliche Enzyme, Vitamine und Antioxidantien. Bokashi ist Super Food für das Bodenleben, liefert Nährstoffe und wertvolle Metabolite für die Pflanzen.

Küchenabfälle werden zerkleinert und in einen Bokashi-Eimer gegeben. Jede Schicht Küchenabfälle wird mit effektiven Mikroorganismen (EM-blond oder EM-aktiv) pur besprüht und mit Pflanzenkohle (RoPro-Streu) bestreut.

Ist der Eimer voll, muss das Küchenbokashi noch zwei Wochen fermentieren. Das fertige Küchenbokashi kann nach der Reifung sofort im Garten vergraben werden und wird vor Ort zu pflanzenverfügbarem Dünger verstoffwechselt.

Im Eimer entsteht sogenannter Bokashisaft (Sickersaft). Wenn die Küchenabfälle einen hohen Wassergehalt aufweisen, kann man den Bokashi-Saft regelmäßig über den Hahn ablassen. Der Bokashi-Saft ist ein toller Flüssigdünger und dient auch als Abflussreiniger.

Bokashi fördert das Kreislauf-Denken – Küchenabfälle können umfänglich verwertet und als hochwertigen Dünger im Garten zurückgebracht werden.

Die Vorteile der Bokashi-Herstellung sind:

– ein kleiner Kreislauf wird geschlossen – aus dem Garten, in die Küche und zurück,

– fertiges Bokashi wird in den Boden eingearbeitet – Humusaufbau wird gefördert,

– Bokashi lockert den Boden innerhalb weniger Monate,

– Bokashi fördert das Bodenleben (Würmer lieben es),

– beim Fermentieren entstehen Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und Antioxidantien (wie bei der Sauerkraut-Herstellung),

– schnelle Bereitstellung von Nährstoffen für die Pflanzen.

Das fertige Bokashi kann zu allen frostfreien Zeiten in die Pflanzbeete eingegraben werden. Dazu kleine Gräben ziehen (etwa zehn Zentimeter tief), mit Bokashi füllen und mit Erde zudecken. Anschließend noch mit flüssigen Effektiven Mikroorganismen angießen. Mit dem Anpflanzen oder Säen circa zwei Wochen warten.

In Pflanzgefäßen kommt das Bokashi idealerweise in Kombination mit Schafwolle zum Einsatz. Zuerst ein Fünftel des Pflanzgefäßes mit Erde füllen, dann ein Fünftel Küchenbokashi und optional ein Fünftel Schafwolle dazu geben, schließlich mit Erde auffüllen und bepflanzen.

Im Kompost kann das Bokashi als Kompost-Starter verwendet werden. Das Bokashi fördert Rotteprozesse und die Umsetzung des Komposts enorm.

Mehr unter www.em-chiemgau.de.

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