Designbad mit XXL-Fliesen

von Redaktion

Fast fugenlos, ökologisch und auf Dauer schön

Ob Vinyltapete, Spachtelwand oder Komposit-Materialien – unter dem Begriff „fugenloses Bad“ drängen Materialien ins Bad mit der Versprechung, künftig keine Fugen mehr sanieren zu müssen. Für viele dieser Produkte ist allerdings gar nicht erprobt, ob sie dem Alltag im feuchten Bad dauerhaft standhalten, wie Karl-Hans Körner, Vorsitzender des Fachverbands Fliesen und Naturstein (FFN), erläutert: „Viele der vermeintlichen Fliesenalternativen weisen keine harten und strapazierfähigen Oberflächen auf; so kann es durch die tägliche Beanspruchung und Reinigung zu unschönem Material-Abrieb kommen.“ Darüber hinaus sind auch im „fugenlosen Bad“ Wartungsfugen aus Silikon, zum Beispiel zwischen Wand- und Bodenflächen, unverzichtbar.

Wer sich die „cleane“ Optik homogener Flächen wünscht, aber zugleich einen optisch hochwertigen, auf Dauer haltbaren sowie komfortabel zu reinigenden Wand- und Bodenbelag bevorzugt, sollte sich unter großformatigen Fliesen umsehen, empfiehlt Jens Fellhauer vom Bundesverband Keramische Fliesen e.V.: „XXL-Fliesen oder die neuen Megaformate mit Abmessungen bis zu 120 x 260 cm entfalten aufgrund ihres geringen Fugenanteils einen puristischen, großzügigen Flächeneffekt – ganz gleich, ob im Beton-, Marmor- oder opulenten Tapetenlook. Zugleich strukturiert das dezente Fugenraster aber die Fläche und ermöglicht es dem menschlichen Auge, die Raumproportionen wahrzunehmen“.

Generell erfordert die Verlegung großformatiger Fliesen detaillierte Planung, technisches Wissen sowie professionelle, geübte Hände, wie Verlege-Experte Körner betont: „Großformate benötigen einen ebenen Untergrund und sollten über eine hohe Maßhaltigkeit verfügen, die rektifizierte Fliesen in der Regel bieten. Qualifizierte Fachbetriebe sorgen für eine optisch perfekte Verlegung von Fliesen.“ akz-o

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