Herr Huber: „Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?“
Artan: „Im Praktikum habe ich zum ersten Mal gesehen, wie mit einem Laptop Programme ausgelesen wurden und der Mechatroniker so einen Fehler gefunden hat. Das war schon spannend.“
Herr Huber: „Wie sind Sie denn auf unseren Betrieb gekommen?“
Artan: „Ihr Autohaus ist ja sehr bekannt in der Region. Sie sind aktuell an fünf Standorten vertreten. Neben dem Neu- und Gebrauchtwagenverkauf gibt es an jedem Ihrer Standorte auch Kfz-Werkstätten. Dort geht es um Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie sind Vertragshändler für Marken wie VW, Audi, Skoda und Seat und sind jedes Jahr auf der Automesse am Stadtplatz vertreten. Da habe ich vergangenes Jahr die neuen Modelle gesehen.“
Herr Huber: „Kennen Sie verschiedene Motorentypen?“
Artan: „Ich kenne den TDI-Motor, bei Benzinern gibt es die TSI-Motoren oder auch die TFSI.“
Herr Huber: „Haben Sie sich noch woanders beworben?“
Artan: „Ja, ich habe mir fünf Betriebe rausgesucht. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn es mit einem Ausbildungsplatz in Ihrem Betrieb klappt, weil mir die Marken besonders gut gefallen.“
Herr Huber: „Was können Sie denn ganz gut?“ (Hier wird gerne das aufgegriffen, was im Bewerbungsanschreiben steht.)
Artan: „Mir fällt es leicht, mich in ein Team einzubringen. Ich spiele zum Beispiel seit der Grundschule Fußball. Da ist es wichtig, dass man als Mannschaft funktioniert. Durch den Sport bin ich auch körperlich fit und kann einen ganzen Arbeitstag in einer Werkstatt gut durchhalten.“
Herr Huber: „Und gibt es auch Dinge, die Ihnen schwerfallen?“
Artan: „Ich bin manchmal etwas ungeduldig, dafür erledige ich aber Aufgaben auch sehr schnell.“
Herr Huber: „Okay, jetzt wissen wir ja einiges von Ihnen. Haben Sie denn noch Fragen?“
Artan: „Wie viele Azubis fangen bei Ihnen an? Wie viele Mitarbeiter sind bei Ihnen insgesamt beschäftigt? Wie läuft das ab mit der Berufsschule? Wie ist denn meine Ausbildung gegliedert? Wer ist denn für mich zuständig?“ (Fragen nach einer Zigarettenpause kommen nicht gut an!)
Herr Huber: „Können Sie sich vorstellen, bei uns Probe zu arbeiten?“
Artan: „Ja, sehr gerne. Ich hätte in den Pfingstferien Zeit.“
Herr Huber: „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“
Artan: „Ich möchte bei Ihnen eine gute Ausbildung machen und würde mich freuen, wenn ich übernommen werde. Mir ist es wichtig, dass ich nach der Ausbildung bleiben und Erfahrungen sammeln kann.“
Tipp: Vorbereitung
ernst nehmen
Man sollte die Gesprächssituation vorab üben und verschiedene Fragen und Antworten durchspielen: „Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man ein Unternehmen bereits aus einem Praktikum kennt. Ansonsten sollte man die Bewerbung noch einmal durchgehen, da Personaler gerne das aufgreifen, was man dort geschrieben hat.“ Beim Üben sollte man die Situation so realistisch wie möglich nachstellen und auch ernst nehmen. Das fängt beim Begrüßungsritual an, beim Lächeln, beim Anschauen und beim Händeschütteln. „Das Gefühl, vorbereitet zu sein, nimmt die Angst und das Unwohlsein“, weiß Vincenz Fauner. Schon beim Nachstellen des Gesprächs ist es hilfreich, die Kleidung zu tragen, die man beim Bewerbungsgespräch anziehen möchte. Katharina Vähning