Gehälter für Azubis gestiegen

von Redaktion

2,5 Prozent mehr bei tariflichen Ausbildungsvergütungen

Im bundesweiten Durchschnitt erhielten die Auszubildenden im letzten Jahr über alle Ausbildungsjahre hinweg tarifliche Vergütungen in Höhe von 987 Euro brutto monatlich. Zwar lag der westdeutsche Durchschnitt mit 989 Euro etwas höher als der ostdeutsche mit 965 Euro. Dennoch wurden im Osten Deutschlands 98 Prozent der westdeutschen Vergütungshöhe erreicht.

In den Jahren 2012 bis 2019 waren die Vergütungsanstiege jedoch höher und lagen mit Ausnahme des Jahres 2017 deutlich über drei Prozent. Dies ist vor allem der Corona-Pandemie zuzuordnen, aufgrund derer es 2020 etwa zu Verschiebungen der Tarifverhandlungen kam.

Auch standen häufig andere Themen, wie die Beschäftigungssicherung und die Abmilderung der Folgen der wirtschaftlichen Einschränkungen im Vordergrund, als die Höhe der Tarifabschlüsse. Gleichzeitig kam es durch den Rückgang an neuabgeschlossenen Ausbildungsverträgen 2020 zu Verschiebungen in der Zahl an Auszubildenden, weshalb sie in höheren Ausbildungsjahren in der Durchschnittsberechnung über alle Ausbildungsjahre höher im Gewicht lagen als in den Vorjahren.

Hohe Vergütung etwa
im Baugewerbe

Insgesamt zeigen sich in Abhängigkeit vom Ausbildungsberuf große Unterschiede in der tariflichen Vergütungshöhe. Während die höchstbezahltesten Auszubildenden zur/zum Zimmerin/Zimmerer im gesamtdeutschen Durchschnitt monatlich 1251 Euro erhielten, lag die niedrigste Bezahlung im Beruf Orthopädieschuhmacher/in bei 637 Euro.

Im oberen Bereich der Tarifvergütung lagen weiter die Ausbildungsberufe im Baugewerbe und im kaufmännischen Bereich, wie Maurer/in (1196 Euro) oder Straßenbauer/in (1177 Euro) und Bankkaufmann/-frau (1138 Euro) oder Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen (1135 Euro). 16 Prozent der deutschlandweiten Auszubildenden erhielten 2021 unter 800 Euro im Monat. Ausbildungsberufe in dieser Kategorie waren teils im Handwerk angesiedelt, wie Tischler/in (786 Euro), Glaser/in (777 Euro), Bäcker/in (744 Euro) und Friseur/in (650 Euro).

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