Branche im Wandel

von Redaktion

Ab August: Neue Ausbildungsordnung für Versicherungskaufleute

Ob Einbruch oder Unfall: Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen beraten zu vielen Themen des Alltags. Um den gewachsenen Anforderungen der Branche gerecht zu werden, erhält die Ausbildung nun ein Update. Zum ersten August gilt eine neue Ausbildungsordnung für angehende Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen. Darauf macht das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) aufmerksam.

Grund für die Modernisierung der dreijährigen Ausbildung sind den Angaben zufolge die Weiterentwicklungen in der Versicherungsbranche. Darunter fallen etwa neue Geschäftsmodelle, die über digitale Kanäle verfügbar sind, ausgeweitete regulatorische Vorgaben sowie ein stärkerer Servicebedarf bei Kundinnen und Kunden.

Auf diese Punkte und auf die Beratungsqualität wird daher in der Ausbildung verstärkt der Fokus gelegt. Die neuen Kompetenzen bekommen Azubis in Zukunft anhand sogenannter Kundenbedarfsfelder vermittelt. Dazu zählt zum Beispiel die Absicherung von Wohneigentum, der Berufsausübung und Freizeitgestaltung oder von Mobilität und Reisen. Auch Vermögensbildung und die Vorsorge für das Alter sind Themen.

Fachrichtungen
werden aufgehoben

Die bisherige Aufteilung in zwei Fachrichtungen wird mit der neuen Ausbildungsordnung aufgehoben. Eine Spezialisierung erfolgt nun in einer von fünf Wahlqualifikationen. Damit soll dann zum Beispiel auch eine Tätigkeit an der IT-Schnittstelle in der Versicherungswirtschaft möglich sein.

Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung gehört der Beruf mit insgesamt mehr als 12300 Auszubildenden im Jahr 2020 nach wie vor zu den am stärksten nachgefragten Ausbildungen. dpa

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