Städte im Herbst entdecken

von Redaktion

Kleine und große Städteperlen von Bayern bis Mallorca

Die Tage werden kürzer, es herrschen angenehme Temperaturen und die Natur erblüht in voller Pracht – gerade während der goldenen Jahreszeit stehen Städtereisen hoch im Kurs. Wer auch beim Citytrip nicht auf Berge verzichten möchte, den zieht es beispielsweise nach Meran. Kulturelle Highlights warten etwa am bayerischen Kurort Bad Reichenhall. Und Liebhaber von noch wärmeren Temperaturen freuen sich über reichlich Kulinarik und mediterranes Flair in Palma oder Ljubljana. Folgende Städteperlen haben im Herbst ihren ganz eigenen Reiz:

Grüne Metropole im Herzen Europas

Übersetzt die „geliebte Stadt“ genannt, bildet Ljubljana zugleich das kulturelle Herz Sloweniens. Trotz oder gerade wegen ihrer vielen Grünflächen ist sie eine der kleinsten Hauptstädte Europas mit jeder Menge Kultur, Botanik und Bauwerken wie dem historischen Knotenpunkt Tromostovje (dt.: Drei Brücken). Ljubljanas Schönheit haben vielleicht nicht alle Reisenden auf dem Schirm, doch diesen Ort sollte man besucht haben – zum Beispiel per Drahtesel: Auf halbem Weg einer Slow-Trekking-Tour eines Anbieters etwa radeln Gäste vom charmanten Kranj in Richtung Ljubljana. Dort tauchen sie ein in die autofreie Altstadt mit ihrer jungen Szene und den zahlreichen Cafés entlang des smaragdgrünen Flusses Ljubljanica. Die hohe Lokaldichte und ein Altersdurchschnitt von nur 30 Jahren tun ihr Übriges fürs entspannte City-Feeling.

Kreativszene von Natur bis Kultur

Früher bekannt als Industriestadt, steht die Kulturmetropole Linz heute für moderne Architektur und eine dynamische Kreativszene. Das gläserne Lentos Museum oder das futuristische Ars Electronica Center sind lediglich zwei von vielen sehenswerten Attraktionen der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Eine Fahrt mit dem knallgelben Linzer City Express oder ein Ausflug in die märchenhafte Grottenbahn auf dem Pöstlingberg lohnen sich besonders im Herbst bei nicht mehr ganz so warmen Temperaturen. Am grünen Rand der Stadt freuen sich Besucher neben der ruhigen Lage am Naherholungsgebiet Pleschinger See auch über die ideale Anbindung an den Donauradweg. Gleich um die Ecke befindet sich das harry’s home hotel, von dem man das Zentrum über den Radweg in wenigen Fahrminuten erreicht. Seit Kurzem bietet das harry’s home Linz-Urfahr auch eigene E-Bikes zum Verleih an, mit denen die Kulturstadt entspannt erkundet werden kann.

Entspannt durch die Inselhauptstadt

Für einen Citytrip nach Palma ist der Herbst ideal. Es herrschen angenehme Temperaturen, bei denen noch alles möglich ist – inklusive das Schwimmen im Meer. „Über der Stadt macht sich eine tiefe Entspannung breit“, schwärmt Sven Rasch, Hoteldirektor des Vier-Sterne-Superior-Hotels Cort mitten in der Altstadt von Palma. „Auch Shopping- und Sightseeing-Touren sowie die Besichtigung der Kathedrale La Seu sind ohne Gedränge in den Gassen und lange Warteschlangen deutlich angenehmer.“ Zu dieser Zeit lohnt sich auch ein Museumsbesuch, denn in Sachen Kunst und Kultur hat die mallorquinische Hauptstadt einiges zu bieten: In den beiden Museen Es Baluard sowie Fundación Juan March etwa kann man unter anderem Werke der beiden weltberühmten Künstler Pablo Picasso und Salvador Dalí bewundern. Zusätzlich empfiehlt Sven Rasch seinen Hotelgästen die auch bei Einheimischen beliebte abendliche Tapas-Route durchs Viertel Sa Gerreria östlich vom Plaça de Cort, wo zahlreiche Bars jeden Dienstagabend Tapas und Vino für zwei bis drei Euro offerieren. Von dort ist es dann nicht mehr weit zurück zum Hotel.

Südländischste Metropole Südtirols

Merans Bevölkerung spricht zu 50 Prozent deutsch, die andere Hälfte italienisch. Dieser charmante Mix spiegelt sich wider in der alpin-mediterranen Lebensart, die sogar während des Herbsts Sommerfeeling in der Kurstadt aufkommen lässt. Und so flanieren Besucher auch dann noch im T-Shirt zwischen palmengesäumten Promenaden, prachtvollen Belle-Époche-Bauten und mittelalterlichen Laubengängen, wenn oben auf den Bergen schon der erste Schnee liegt. Was man ansonsten nicht verpassen sollte, sind das reich verzierte Kurhaus, die spätgotische Kirche St. Nikolaus und die Freiheitsstraße, eine von Merans wichtigsten Einkaufsmeilen und Standort einiger liebevoll hergerichteter Grandhotels. Auf der gegenüberliegenden Seite der Passer glänzen die Glasfassaden von Merans neuem Herzstück: Die von Star-Architekt designte Therme Meran mit ihren 25 In- und Outdoor-Pools, Spa und einem 52000 Quadratmeter großen Park, der sicherlich auch Kaiserin Sissi bestens gefallen hätte. Wo die österreichische Monarchin übrigens einst am liebsten flanierte, findet sich heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Südtirols: die Gärten von Trauttmansdorff. Vinophile sollten insbesondere während der Törggelezeit zudem einen Besuch der Cantina Merano einplanen. Sie zählt zu Südtirols besten Genossenschaftskellereien.

Zwischen Art déco und Industrial Design

Das historische Industriedenkmal Alte Saline. Eine Kunstakademie für jedermann. Eine eigene Philharmonie mit neuem Opernfestival. Das Königliche Kurhaus. Und ein Kaufhaus, das den German Design Award trägt. Solche Highlights würde man wohl eher in Berlin vermuten als in einer süddeutschen Kleinstadt. Doch Bad Reichenhall hat noch mehr in Sachen Natur, Kultur, Architektur, Shopping und Genuss zu bieten. Apropos: Wer mag, nascht sich durchs Mozartkugel-Sortiment der berühmten Confiserie Reber. Oder diniert in der eleganten Bergstation des Predigtstuhls. Wer den Bad Reichenhaller Hausberg nicht zu Fuß erobern mag, nimmt die legendäre Bahn von 1928, auch „Grande Dame“ der Alpen genannt. Und vielleicht geht sich danach noch eine Spätvorstellung im nostalgischen Park-Kino oder eine Runde Roulette im Casino aus, bevor Stilbewusste in die Kissen des Boutique-Hotels Villa Rein sinken. Die kostenlose Staatsbad-Gastkarte ermöglicht freie Fahrt mit dem ÖPNV – kein Wunder, ist Bad Reichenhall doch Gründungsmitglied des internationalen Netzwerks Alpine Pearls für sanfte Mobilität und nachhaltigen Urlaub.

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