von Redaktion

Der November gilt in der katholischen Kirche als „Totenmonat“. Gleich am 1. November wird Allerheiligen gefeiert: Der Tag markiert den Beginn des Winters und des keltischen Jahres. Allerseelen fällt auf den zweiten November. Eigentlich geht es an Allerheiligen um das Gedenken an die über 15000 Heiligen. Allerseelen hingegen ist der Tag, an dem Gläubige ihrer Verstorbenen gedenken. Aber da zumindest in einigen Bundesländern, darunter Bayern, der 1. November ein Feiertag ist, gehen Familien mit ihren Verwandten an Allerheiligen auf den Friedhof, beten, legen Gestecke auf das Grab, zünden Grablichter an auf dem meist Tage zuvor schön hergerichteten Grab.

Entstanden ist das Fest Allerheiligen, da über die Jahrhunderte hinweg die Zahl der verstorbenen Menschen, die heiliggesprochen wurden, stetig anstieg. Da nicht jedem Heiligen ein Kalendertag gewidmet werden konnte, wurde ein Tag zu ihren Ehren festgelegt. Überliefert ist ein Festtag am Sonntag nach Pfingsten ab dem 4. Jahrhundert. Während sich in der griechisch-orthodoxen Kirche dieser Termin bis heute gehalten hat, orientieren sich die Katholiken an einem Beschluss von Papst Gregor IV., der im Jahr 835 den Feiertag auf den 1. November verlegte. An Allerheiligen sollte dabei nicht nur Heiligen, sondern auch Menschen gedacht werden, die ihren Glauben gelebt und verwirklicht haben.

Einen Tag vor Allerheiligen beziehungsweise in der Nacht davor wird hierzulande hier und da auch Halloween gefeiert. Der Name stammt von „All Hallows‘ Eve“, ein Fest, das ursprünglich aus dem katholischen Irland stammt und von irischen Einwanderern in die USA getragen wurde. Standen anfangs alte heidnische Bräuche zum Winterbeginn im Vordergrund, bei denen es auch um eine Verbindung von Lebenden und Toten ging, steht heute das Spektakel im Vordergrund. In gruseligen Kostümen ziehen in der Regel Kinder von Haus zu Haus, sagen „Süßes, sonst gibt’s Saures“ und sammeln Tüten voller Süßigkeiten. vk

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