Kürzere Ausbildung für Erzieher in Bayern

von Redaktion

Änderungen zum Schuljahr 2022/23

Die Staatsregierung in Bayern hat die Ausbildung zum Erzieher vereinfacht. Die Maßnahmen sollen helfen, dem Personalmangel in Kitas entgegenzuwirken.

Lange Zeit war die Ausbildung für Erzieher schlecht vergütet oder musste sogar mit einem Schulgeld bezahlt werden. Darin sehen Experten einer der Gründe für den momentanen Fachkräftemangel. Die Bayerische Staatsregierung hat Maßnahmen ergriffen, um die Ausbildung attraktiver zu machen.

Erstmals praxisintegriert

Zum Schuljahr 2022/23 wird die Ausbildung erstmals praxisintegriert angeboten: Somit wird die bisher rein theoretische Ausbildung um Praxisphasen ergänzt. Die praxisintegrierte Ausbildung dauert vier Jahre und wird mit einem tariflich festgelegten Gehalt von 1200 Euro vergütet. Auch die klassische Ausbildung, welche die Praxis im Voraus vorsieht, wurde optimiert. Statt der zweijährigen Praxisphase für angehende Erzieher mit mittlerem Schulabschluss wird diese zukünftig nur noch ein Jahr dauern. Die Auszubildenden haben darüber hinaus die Möglichkeit, monatlich BAföG zu beziehen, ohne das Geld zurückzahlen zu müssen.

Auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger haben es zukünftig leichter: Personen mit Hochschulreife oder abgeschlossener Berufsausbildung können sich ab kommendem Schuljahr über verkürzte drei Jahre zur/zum Erzieher/in ausbilden lassen.

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