Anspruchsvolle Projekte stehen an

von Redaktion

Es ist wohl das größte Projekt, das die Gemeinde aktuell stemmen muss: Die Erweiterung des Niedertaufkirchener Kindergartens. Schließlich soll das Betreuungsangebot verbessert werden. Dafür wird die bestehende Kindertageseinrichtung „Kindernest“ auf zwei Kinderkrippen- und zwei Kindergartengruppen sowie auf eine Hortgruppe erweitert. Durch die Hortgruppe soll auch dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter, beginnend ab 2026, Rechnung getragen werden.

Ein Mühldorfer Planungsbüro sowie mehrere Fachplaner wurden mit den Planungen beauftragt. Die Entwurfsplanung und eine Kostenberechnung wurden bereits vorgelegt. Demnach muss sich die Gemeinde auf Kosten um die 4,43 Millionen Euro einstellen. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Erweiterung den Kindern ab September 2024 zur Verfügung stehen. Auf dem Dach des Erweiterungsbaus, so sieht es die derzeitige Planung vor, soll eine PV-Anlage errichtet werden. Auch für den Bolzplatz, der dem Erweiterungsbau weichen muss, hat der Gemeinderat eine Lösung gefunden. Der soll auf die gepachtete Teilfläche der Flurnummer 31/0 der Gemarkung Niedertaufkirchen verlegt werden. Auch hier hat die Gemeinde ein Fachbüro mit die Planungen beauftragt. Der Bolzplatz soll etwa 60 mal 40 Meter groß werden.

Glasfaser für die Grundschule

Umgesetzt werden soll zudem der Glasfaseranschluss für das Schulgebäude. Mit Zuwendungsbescheid vom Dezember 2021 wurde der Grundschule Niederbergkirchen-Niedertaufkirchen eine Zuwendung in Höhe von maximal 50000 Euro bewilligt. Die Hälfte dieser Zuwendung erhält die Gemeinde Niedertaufkirchen. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen werden bei etwa 42000 Euro liegen. Eingebaut werden soll der Glasfaseranschluss von der Telekom.

Weiter voran geht es auch mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die im gesamten Gemeindegebiet im Frühjahr 2023. Die Gemeinde erhält eine Zuwendung in Höhe von höchstens 30 Prozent, dies entspricht 13079 Euro. Diese Zuwendung stammt aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Die durchschnittliche Stromeinsparung liegt bei 85,67 Prozent. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen werden in etwa 45000 Euro betragen.

Straßenbau und Brückenbau

In der Gemeinderatssitzung im November hat das Gremium die Arbeiten zur Sanierung der Straße und der Brücke in Lossing vergeben. Die Ausführung auf einer Länge von etwa 380 Metern wird dieses Jahr erfolgen. Mit den Grundstücksanliegern konnte eine Einigung über die Straßenführung erzielt werden. Im Rahmen der Planungsarbeiten hat sich herausgestellt, dass es sinnvoll ist, die Brücke bereits im Zuge dieser Straßenbaumaßnahmen zu erneuern. Beide Maßnahmen werden über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen gefördert. Eine vorläufige Zuwendung in Höhe von 240000 Euro wurde bewilligt. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen belaufen sich auf etwa 600000 Euro. Das Projekt gehört damit neben der Erweiterung des Kindergartens zu den Kernprojekten.

Vom Skikurs bis
zum Open Air

Ob Skiclub, Landjugend oder Schützen, in dem kleinen Ort gibt es ein reges Vereinsleben. So nimmt die Landjugend die Organisation der Maibam Party und des Maibaumaufstellens in die Hand. Und die Kulturfreunde planen wieder ihre Kulturtage im Pfarrhof. Die Kulturfreunde sind ein Freundeskreis von ehemaligen Theaterspielern. Im Lockdown entstand die Idee, ein Open Air zu veranstalten. Nicht zuletzt, weil Niedertaufkirchen einen Pfarrgarten besitzt, der für solche Veranstaltungen prädestiniert ist. Im vergangenen Jahr konnte der Freundeskreis bereits zum zweiten Mal an den ersten beiden Wochenenden im Juli Kultur und Kabarett auf die Beine stellen. hra

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