Mehr Platz für Gewerbe

von Redaktion

Zahlreiche Firmen sind bereits im Gewerbegebiet Schechen Nord angesiedelt. In Zukunft sollen noch einige dazu kommen. Das Gewerbegebiet Schechen Nord wird erweitert. Die drei Parzellen umfassen 3124 Quadratmeter, 17700 Quadratmeter und 42503 Quadratmeter. Zwei davon sind bereits für die Brauerei Flötzinger sowie die Straßenmeisterei Rosenheim reserviert. Die Gemeinde ändert dazu derzeit den Flächennutzungsplan und stellt einen Bebauungsplan auf. Die Erschließung erfolgt über eine Stichstraße mit Wendehammer und Abbiegespur von der B15. Bis auf eine Salzhalle und die Silos der Brauerei beträgt die Regelhöhe der Gebäude elf Meter.

In Richtung Bahn ist eine niedrige Eingrünung vorgesehen, um die Bahnsicherheit zu gewährleisten. Im Norden soll die vorhandene Eingrünung übernommen werden. Im Osten zur B15 ist eine Freihaltezone von 20 Metern eingeplant.

Die Zufahrtsstraße soll beidseitig mit Bäumen akzentuiert werden, außerdem sind pflegearme Blumenwiesen vorgesehen. Im Süden sollen rund 7,50 Meter dicht mit Bäumen und Büschen bepflanzt werden – hier sei man der bestehenden Wohnbebauung am nächsten und wolle das Gewerbegebiet möglichst „verstecken“, wie Städteplaner Franz Fuchs vom beauftragten Ingenieurbüro aus Kolbermoor berichtete.

Die maximal zulässige Geräuschbelastung ist je nach Standort in einer Tabelle mit Emissionskontingenten definiert. Auf dem Planungsgebiet sind demnach nur Vorhaben zulässig, die diese Werte nicht überschreiten. Dafür sind Schallschutzvorkehrungen sowie betriebliche Maßnahmen geplant. Im öffentlichen Auslegungsverfahren haben die Anwohner neben Befürchtungen von Lärm insbesondere Sorgen bezüglich der Niederschlagswasserbeseitigung geäußert. Die Verwaltung hat daher ein weiteres Gutachten von einem Ingenieurbüro anfertigen lassen. Dafür wurde aus zahlreichen hinzugezogenen Daten ein Abflussmodell erstellt.

Abflussmodell erstellt

Man hat die betreffenden Flächen dreidimensional in einem Computerprogramm nachgebildet, ein 100-jähriliches Hochwasserereignis über 30 Minuten angenommen und die entsprechende Regenmenge virtuell abregnen lassen. Das Fazit hierbei war, dass selbst in einem „worst case“ keine negativen Auswirkungen auf die Nachbarsiedlungen zu erwarten seien. Das Oberflächenwasser wird weitgehend auf den einzelnen Parzellen zurückgehalten und einer verzögerten Versickerung ins Grundwasser zugeführt. khe

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