Die schöne Lage und die gute ÖPNV-Anbindung an Prien und Traunstein machen Breitbrunn attraktiv für Familien. Kinder der drei VG-Gemeinden besuchen in Breitbrunn die Grundschule, während in Gstadt der Kindergarten ist, der derzeit umgebaut und erweitert wird. Für die weiterführenden Schulen müssen die Kinder per Bus nach Prien, Rosenheim, Ising oder Traunstein.
Was die Grundschüler betrifft, so gibt es seit diesem Schuljahr einige Neuerungen. Neben Schulleiterin Renate Talanda ist Christine Schuhbeck als Sekretärin neu im Team. Das Schulprofil lautet „Dorfschule – vernetzt und familiär“ und soll den Charakter der Dorfschule betonen.
In dem Zusammenhang plagen allerdings Bürgermeister und Gemeinderat sowie die Eltern der schulpflichtigen Grundschulkinder ganz andere Sorgen. Denn der Schulsprengel Breitbrunn umfasst Gebiete der Gemeinden Breitbrunn, Gstadt-Gollenshausen und Gemeinde Chiemsee. Und für die Beförderung aller auf den Bus angewiesenen grundschulpflichtigen Kinder sind mittlerweile die Busse zu klein.
Neuer Schulbeginn ab
1. Februar
„Sicherheit geht vor“, betont Bürgermeister Baumgartner. Ein früherer Schulstart ist die eine Möglichkeit, eine andere, Busse öfters fahren zu lassen. Aber das bringt nur Stress und gefährliche Situationen, meint der Rathauschef. Deswegen haben sich alle Beteiligten (Elternbeirat, Gemeinde und Schule) noch vor den Weihnachtsferien auf einen neuen Schulbeginn ab 1. Februar verständigt: Die Grundschule beginnt dann schon um 7.30 Uhr. Ein größerer Bus soll dann morgens und mittags die Schulkinder befördern, „rein vom Transport her ist das die entspannteste Möglichkeit“, erklärt Baumgartner, aber sicher für manche Familien erst einmal eine logistische Herausforderung. Gleichwohl bittet er um Verständnis.
Volle Agenda im
Rathaus
Viele Aufgaben stehen auf der Agenda der Gemeinde Breitbrunn in 2023: Die Erweiterung des Rathauses abschließen, den Umzug reibungslos über die Bühne bringen, sodass ab Ende März wieder der reguläre Betrieb im Rathaus zu Breitbrunn läuft und nicht mehr im Gemeindehaus Gollenshausen abgewickelt wird.
Das Baugebiet Untere Moosstraße, das „kein einfaches Gebiet ist“, so Baumgartner, soll als Planung in 2024 stehen. Die Vergabe wird dann ebenfalls noch mal schwierig werden, mutmaßt der Rathauschef.
Zudem will die Gemeinde aber auch selbst bezahlbare Mietwohnungen schaffen.
Und im Ortskern soll sich bald was bewegen: „Bei der Pfeffermühle, früher Fuhrunternehmen Thalhauser, am Ortsweiher muss was passieren.“
Überhaupt soll das Miteinander noch weiter intensiviert werden. Der Jugendclub wird sich groß feiern, und das Kindertheater Bühnenbande, das ebenfalls im Rahmen von LEADER gefördert wird, plant im Frühjahr erste Auftritte. elk