Rattenkirchen ist eine kleine Gemeinde mitten im Landkreis Mühldorf, ein Ort, an dem es sich lohnt, länger zu verweilen. Das gilt umso mehr, seit im vergangenen Jahr die Dorfmitte durch das Projekt R.A.T.T.E.N. (Ruhe, Aktivität, Treffen, Teilhabe, Erlebnis und Natur) erfolgreich aufgewertet wurde. Dieser neue Teil des Ortes wird von allen Gemeindemitgliedern positiv angenommen und rege genutzt.
In diesem Jahr konnte dann endlich auch das große Einweihungsfest stattfinden. Selbstredend engagierten sich die Vereine und organisierten Getränke und verschiedene Speisen.
Zwei Tage im Juli wurde gefeiert und der Ortskern gebührend eingeweiht. Die Segnung fand durch Pfarradministrator Florian Regner statt. Alle Erlöse, die an diesen beiden Tagen eingenommen wurden, kamen sozialen Zwecken zugute. Dabei wurden unter anderem der Anna Hospizverein und die Elterninitiative Intern 3 in der Haunerschen Kinderklinik bedacht.
Die Vereine haben am Ende nicht nur den Spendenbetrag aufgestockt, sondern auch für Tische und Bänke für den Kinderspielplatz gesorgt.
Mehr Platz für
die Kleinsten
Wie in vielen anderen Gemeinden steht auch in Rattenkirchen die Beschaffung von Kinderbetreuungsplätzen ganz oben auf der Agenda. Schließlich will man ein attraktives Umfeld für junge Familien schaffen. So wurden zunächst Container als Anbau-Zwischenlösung des Kindergartens im September bezogen und im Dezember eingeweiht und gesegnet. Die beiden neuen Räume sind durch einen Verbindungsbau mit dem eigentlichen Kindergarten verbunden, sie stehen einer Kindergarten- und einer Kinderkrippen-Gruppe zur Verfügung.
Die Container sollen aber nur eine Zwischenlösung sein. Ein Neubau ist bereits länger in Planung, die Arbeiten sollen in diesem Jahr endlich starten. In dem Neubau wird dann Platz für zwei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kindern und einer Kinderkrippengruppe für zwölf Kindern sein. Der Neubau soll neben dem bereits vorhandenen Kindergarten entstehen. Bauherr ist die Katholische Kirchenstiftung Rattenkirchen. Die Gemeinde Rattenkirchen arbeitet eng mit der Kirche zusammen: „Wir sind froh, dass die Kirche eine neue Kita baut und sich an den Kosten beteiligt. Träger und Betreiber ist der Kindergartenverbund im Pfarrverband Ampfing“, berichtet Bürgermeister Rainer Greilmeier.
Die Energiewende meistern
Um zukunftsfähig zu bleiben, arbeitet die Gemeinde aktiv an der Energiewende. Dafür wurde bereits vor Jahren die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet. Ein anderes Thema sind Photovoltaikanlagen. Bereits im Jahr 2021 wurde ein Grundsatzbeschluss zur Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet gefasst, wobei eine Beteiligung der Bürger Rattenkirchens an PV-Freiflächenanlagen vorausgesetzt wird. Ein Korridor entlang der Autobahn A94 und der Bahnlinie zum Bau von Freiflächenanlagen wurde festgesetzt. „Berücksichtigt werden in diesem Zuge natürlich die Belange an Naturschutz, Ortsbild und der Schutz zur Wohnbebauung“, betont Bürgermeister Greilmeier. Im Gemeindegebiet liegen auch Vorranggebiete für Windenergie. „Die Gemeinde prüft, welche Möglichkeiten sich für die Nutzung von Windenergie ergeben. Darüber hinaus prüfen wir generell, welche Energieeffizienzmaßnahmen sinnvoll sind“, ergänzt der Bürgermeister. Als Beispiel nennt er ein energieeffizientes Trinkwasserpumpwerk. „Wir wollen als Gemeinde unseren Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten“, so Greilmeier.
Für die kommenden Jahre wünscht sich Rainer Greilmeier, dass die Rattenkirchner in der Gemeinde bleiben und sich weiterhin vor Ort engagieren. „Gerade beim Einweihungsfest von R.A.T.T.E.N. konnte man sehen, wie gut das Dorf zusammenhält und wie stark sich die Vereine für ein Miteinander einsetzen.“ Für ihn sind sowohl mehr Wohnraum als auch Gewerbeflächen wichtige Voraussetzungen, um ein attraktives Dorfleben aufrechtzuerhalten. „Auch das sind wichtige Aufgaben, die wir lösen müssen.“ kl