Neue Maßnahmen für das Dorf

von Redaktion

Die Umsetzung der Dorferneuerungsmaßnahmen, der Gigabit-Richtlinie, die Erweiterung der Schule-Kindergarten-Mittagsbetreuung, die Ertüchtigung der Bahnübergänge, die Ortskonzeptplanung und die Ansiedlungen im neuen Gewerbegebiet stellen die anspruchsvollen Themen in der Gemeinde dar.

Grundlage für Investitionen ist der Haushalt, und der sieht in Soyen gut aus. Der Vermögenshaushalt erreicht 5,9 Millionen Euro, der Verwaltungshaushalt kommt auf 6,5 Millionen Euro. Zu den größeren Einnahmeposten zählen die Gewerbesteuer mit 1,05 Millionen Euro und die Einkommenssteuerbeteiligung mit 1,8 Millionen Euro. Rücklagen unterstützen die Maßnahmen mit 2,5 Millionen Euro. Ohne Kredit geht es aber nicht, in diesem Jahr ist ein Darlehen von bis zu fünf Millionen Euro vorgesehen.

Im Finanzplan stehen fünf Millionen Euro für die Erweiterung der Bereiche Kindergarten, Schule und Mittagsbetreuung, denn der Rechtsanspruch von Eltern auf eine Ganztagsbetreuung, schrittweise umzusetzen ab 2026, erfordert hohe Ausgaben. 400000 Euro sind in die Erschließung des Gewerbegebietes in Graben investiert worden, 250000 Euro stehen im Haushalt für die Dorferneuerung am Bahngelände. Für 80000 Euro soll ein Notstromaggregat für die Zentralkläranlage in Mühlthal angeschafft werden. Ein weiterer Posten ist die Sanierung der Deponiezufahrt in Sieghart. Bei dieser verhältnismäßig langen Strecke sind gegebenenfalls Versorgungsleitungen mit zu ertüchtigen.

Zahlreiche Pläne für das Bahnhofsgelände

Die Planung für die Entwicklung des Bahnhofsgeländes ist vorhanden. Aber noch befindet sich die Gemeinde in einem gefühlten Förderprogramm-Marathonlauf, wie es Bürgermeister Thomas Weber ausdrückt. Geplant ist eine parkähnliche Anlage mit Mehrzweckplatz, Busspur, Spielgeräten und dem Maibaum.

Die Wasserversorgung bindet ebenfalls große finanzielle Ressourcen. Mehr als 50 Kilometer Leitungsnetz gilt es neben Brunnen, Quelle und Wasserturm instandzuhalten. In den letzten Jahren ist alles durch Sanierungen und digitale Umrüstung auf den neuesten technischen Stand gebracht worden, soll nun ein Wasserversorgungsverbund mit der Stadt Wasserburg und der Wasserversorgung der Schlichtgruppe das Netz dauerhaft stabilisieren.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern unbeschrankte Bahnübergänge. Im vergangenen November starb ein Gemeindebürger am Bahnübergang Seeburg, als er aus ungeklärter Ursache bei blinkendem Rotlicht mit seinem Pkw die Gleise überqueren wollte. Es gibt Pläne, diesen und weitere Übergänge bei Buchsee und Grasweg mit einer Halbschranke auszustatten, was jedoch bislang unter anderem an fehlendem Grund und Vorschriften scheiterte. Zuletzt im Rahmen einer erneuten Anliegerversammlung hatte die zuständige Projektleitung der Bahn angekündigt, dass ein Planfeststellungsverfahren angesichts der schwierigen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern unumgänglich sei. Was wiederum eine zeitliche Verzögerung der Maßnahmen um weitere Jahre mit sich ziehen wird. kg

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