Dieses Vorhaben soll das Zentrum von Großkarolinenfeld optimieren: Die Planungen für die neue „Grüne Mitte“ könnten mehr Leben in das Herz der Gemeinde bringen. Die große Grünfläche zwischen den beiden Kirchen und dem alten Rathaus soll völlig neugestaltet werden. Neben Begegnungsräumen und einer überdachten Fläche für Veranstaltungen ist unter anderem auch eine neue Kindertageseinrichtung geplant.
Erste Skizzen der Neugestaltung hat das Planungsbüro AKFU aus Germering ausgearbeitet. Ein Architekt hat dazu zunächst die Ziele für die rund 3700 Quadratmeter große Fläche herausgearbeitet. Die Qualitäten des Ortes sollen dabei mehr ins Zentrum gerückt werden. So sollen etwa die Wegeverbindungen neu geordnet und ein überdachter „Pfälzer Stadel“ geschaffen werden. Um mehr Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen, soll ein Vorplatz vor der evangelischen Karolinenkirche geschaffen und die Parkplätze vor der katholischen Kirche Heiligblut verlegt werden. Durch diese Neustrukturierungen soll auch der Aspekt der Ökumene hervorgehoben werden.
Dr. Richard Graupner, der evangelische Pfarrer der Gemeinde, sieht in dem Vorhaben der „Grünen Mitte“ eine „große Chance“.
Ihm ist es aber wichtig, dass bei dem Vorhaben die Bürger einbezogen werden. Das Konzept ist inzwischen mit der Regierung von Oberbayern sowie mit Vertretern der beiden Kirchen abgestimmt.
Dennoch ist es zunächst nur ein Vorschlag, wie Bürgermeister Bernd Fessler betont. Zunächst hatte es Kritik gegeben, dass das Projekt zu konkret sei. Tatsächlich handelt es sich lediglich um mögliche Entwürfe, auf deren Basis nun weiter geplant werden soll.
Im Zuge der Planungen sind außerdem eine Fuß- und Radwegverbindung Richtung Süden über eine neu zu schaffende „dritte Röhre“ unter die Bahngleise vorgesehen sowie eine Kinderbetreuungseinrichtung im südlichen Bereich des Areals.
Klar ist aber auch: Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Was die geplante Wegeverbindung aus Richtung der Bahngleise angeht, ziehen sich die aktuell laufenden Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern in die Länge. Insbesondere angesichts der aktuellen Situation bei der Kinderbetreuung geht das einigen Großkarolinenfeldern zu langsam. „Wir hatten bisher einstellige Zahlen von Kindern, die keinen Platz im Kindergarten bekommen haben. Inzwischen ist es schon eine ganze Gruppe, die auf die Warteliste muss“, betont Gemeinderat Josef Baumann. Er erwartet weiteren Druck, da in der Gemeinde derzeit viel gebaut werde. „Da kommen sicher noch mehr Familien mit Kindern dazu“, meinte er.
Daher hat man sich im Gemeinderat geeinigt, auch nach alternativen Standorten für eine neue Kita im Gemeindegebiet zu suchen. Eine Deadline wurde festgelegt: Sollte sich bis Ende April kein Fortschritt bei den Kita-Planungen in der „Grünen Mitte“ zeigen, soll der Kita-Neubau anderorts weiterverfolgt werden. khe