Die Gemeinde Lohkirchen ist einwohnermäßig zwar eine der kleineren Gemeinden, kann sich aber sehr gut behaupten und das nicht nur aufgrund der schönen Lage mitten im Hügelland. Die Dorferneuerung, die Schaffung von Bauland und Kinderbetreuungsplätzen sowie zahlreiche weitere gemeindliche Maßnahmen verändern das Bild des Ortes stetig. Lohkirchen entwickelt sich weiter und mausert sich zu einem modernen Dorf. Wer gerne ländlich lebt, ist hier genau richtig. „Die Gemeinde steht derzeit gut da, aber es warten auch große Herausforderungen wie etwa der Kindergartenanbau oder die Brückensanierungen“, sagt Bürgermeister Siegfried Schick.
Mehr Raum für
Kinderbetreuung
Aufgrund der Platznot im Kindergarten wurde die örtliche Bedarfsplanung aktualisiert. Gebraucht werden ausgeweitete Betreuungszeiten und mehr Personal. Laut dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz hat jede Gemeinde über den örtlichen Bedarf unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Eltern und ihrer Kinder zu entscheiden. Diese Entscheidung ist regelmäßig zu aktualisieren. Zur Bedarfsfeststellung in Lohkirchen herangezogen wurden etwa die Geburtenliste, die Kindergartenanmeldung und Elternanfragen in der Kita sowie Erfahrungswerte. Allein durch das neu erschlossene Baugebiet Binderwiese im Ortsteil Wotting wird mit mehr jungen Familien gerechnet.
Projektkosten zwei
Millionen Euro
Die Verwaltung hat ermittelt, dass Räume für eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen, zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 50 Plätzen, davon bis zu fünf Plätze für Integrationskinder, sowie für eine Gruppe zur Schulkinderbetreuung mit 30 Plätzen benötigt werden. Derzeit gibt es lediglich Platz für eine Krippen- und eine Kindergartengruppe. Eine weitere Kindergartengruppe ist in Containern untergebracht. „Aber das kann keine langfristige Lösung sein“, betont Bürgermeister Siegried Schick. Die Kindertagesstätte soll um zwei längliche Gebäudeteile erweitert werden: der eine zwischen Schule und Kindergarten, der andere am derzeitigen Container-Standort. Diese Gebäude sollen mit einem Flur mit dem Bestandsbau verbunden werden. Der soll möglichst unberührt bleiben. Lediglich der Eingangsbereich zur Einrichtung wird sich künftig weiter westlich befinden. Von dort können die Schulkinder direkt in die Räumlichkeiten des Hortes abbiegen.
Die Kosten für den Bau werden inklusive Ausstattungen und den geringfügigen Umbauten ohne Außenanlagen auf rund 2,183 Millionen Euro geschätzt. Im Dezember 2022 wurde der Gemeinde mitgeteilt, dass ihr Antrag auf Förderung eingegangen und im Rahmen des Sonderförderprogramms berücksichtigt werde könne. Hier fehlen aber nach wie vor Details. Aktuell kann die Gemeinde lediglich mit einer Förderung von 180000 Euro rechnen. „Wir sind eine kleine Gemeinde und wenn es hier keine Förderung beziehungsweise Zuschüsse gibt, ist der Anbau nur schwer zu stemmen“, betont der Bürgermeister. Man sehe aber keine andere Möglichkeit, als die Planung erst einmal weiterzuführen.
Investitionen in
Brückensanierung
„Weiter werden wir in absehbarer Zeit in den Straßenbau und in Brückensanierungen investieren müssen“, so Schick. Schon vor knapp zwei Jahren wurden die sechs Brücken der Gemeinde einer Brückenhauptprüfung unterzogen. Zwischenzeitlich hat sich die Situation an der Brücke zur Zufahrt zur Kläranlage Brodfurth zugespitzt. Hier konnte die Brückenplatte erfolgreich erneuert werden. Im Laufe des Jahres wird entschieden, ob weitere Brücken auf die gleiche Art und Weise saniert werden können. stn