Fernwärme und Förderzentrum

von Redaktion

Baustelle Kinderbetreuung: Viel hat Waldkraiburg in den letzten Jahren in den Bereich der Kinderbetreuung investiert. Dennoch gibt es eine lange Liste von Kindern, die auf einen Betreuungsplatz warten. „Wir werden in Modulbauweise ein weiteres Angebot schaffen, damit wir flexibel reagieren können. Auch die Ganztagsbetreuung in Grundschulen ab dem Schuljahr 2026 kommt mit großen Schritten voran. Hier werden wir in 2023 die Richtung festlegen, wie wir dieses Angebot ausbauen werden“, sagt Bürgermeister Pötzsch.

Umzug des
Förderzentrums nach
Waldwinkel

Ab 2027, vielleicht auch schon früher, werden die Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Waldkraiburg in Waldwinkel eine neue Heimat finden. Der jetzige Standort an der Dieselstraße wird dann frei und kann neu überplant werden. Welche Bedarfe und Möglichkeiten es für diesen Standort gibt, das wird aktuell erarbeitet.

Auch für die Franz-Liszt-Mittelschule gibt es Handlungsbedarf. Nach einem massiven Wasserschaden, verursacht durch das schwere Unwetter im Juni 2021, wurde das Gebäude so weit saniert, dass der Unterricht wieder stattfinden kann. Eine Machbarkeitsstudie, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurde, kam jedoch zu dem Ergebnis, dass ein Neubau die sinnvollste Lösung ist. Wo nun die Schule neu erbaut werden soll, darüber soll im Herbst, wenn die abschließende Studie auf dem Tisch liegt, eine Entscheidung fallen.

Fernwärme als
begehrtes Gut

Die aktuelle Energiekrise und die damit verbundene Kostenexplosion haben schlagartig alle Vorbehalte, die in Teilen der Bevölkerung gegen die Geothermie bestanden, schmelzen lassen. „Da die Nachfrage nach dem Anschluss an das Netz deutlich gestiegen ist, haben wir die Ausbaugeschwindigkeit bereits deutlich erhöht“, erklärt Pötzsch. Fast alle großen öffentlichen Gebäude werden bereits damit versorgt. Auch die Industrie soll an das Netz angeschlossen werden. Um die Stadt flächendeckend zu versorgen, ist eine zweite Bohrung notwendig. Die notwendigen Planungen und Einholung der Genehmigungen, entgegen der ursprünglichen Ausbaustrategie, wurden vorgezogen. Dennoch ist der kostenintensive Ausbau nur in Teilschritten möglich, denn er erfordert zum einen Straßenbau-Maßnahmen, die nur mit Augenmaß stattfinden können, um die Verkehrssituation nicht zu sehr zu belasten. Zum anderen braucht die Stadt Partner wie Planer und Unternehmer, welche die Maßnahme umsetzen. „Wir sind dran und forcieren dieses Thema auch in 2023“, verspricht Pötzsch. kao

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