Ein aufregendes Jahr ist beendet

von Redaktion

Eine Bombe sorgte im vergangenen November für Aufregung. Eine 250-Kilogramm Fliegerbombe wurde im Raublinger Ortsteil Pfraundorf gefunden. Ein Bereich von 500 Metern rund um die Bombe musste evakuiert werden, wovon etwa Tausend Bürger, darunter auch Bewohner eines Altenheimes, betroffen waren. Sowohl die Bahnstrecke Rosenheim-Kufstein, die Autobahn A8 als auch die Bundesstraße B15 mussten gesperrt werden. In der Gemeindehalle in Raubling war Sammel- und Anlaufstelle für die Evakuierten. „Da war Zupacken angesagt!“ lobte Bürgermeister Kalsperger. Zum Glück sind schlussendlich nur etwa Hundert Menschen wirklich in die Gemeindehalle gekommen, die dort natürlich alle eine Brotzeit zur Nervenstärkung bekommen haben.

Sicherheit geht in
Raubling vor

Um 0.21 Uhr war die Bombe dann entschärft und alle konnten in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Das war schon einmal eine kleine Vorübung für Katastrophenszenarien, die allenthalben diskutiert werden.

In Raubling wurde mittlerweile in ein modernes digitales Sirenennetzwerk investiert, das auch mit Akkubetrieb möglich ist. Damit kann die Raublinger Bevölkerung bei einer Gefahrenlage gewarnt werden. Außerdem hat sich Bürgermeister Kalsperger entschlossen, eine Liste mit Tipps heraus zu geben, für die Notfallversorgung zu Hause. Er betont auch, dass die Trinkwasserversorgung in jedem Falle für 14 Tage gesichert sei – jedenfalls, wenn damit jeder sparsam umgehe. Dass die Qualität des Trinkwassers, die ja 2021 aufgrund der hohen Regenmengen mit coliformen Keimen verunreinigt war und abgekocht werden musste, zukünftig noch besser abgesichert ist, hat Raubling sich finanziell an einer Anschaffung des Wasserbeschaffungsverbandes Degerndorf beteiligt. Die Ultrafiltrationsanlage, die der Wasserversorger jetzt hat einbauen lassen, wird vom Quellwasser aus dem Förchenbachtal durchlaufen, nachdem es zuvor eine Trübungsmessung bestanden hat. Dadurch durchläuft das Trinkwasser zusätzlich eine Partikelabtrennung, bevor das es dann in der UV Anlage desinfiziert wird und zur Einspeisung ins Trinkwassernetz bereitsteht. Außerdem ist in Raubling auch die Notfall-Energieversorgung gesichert. Der Bürgermeister versichert: „Wenn der unwahrscheinliche Fall eines mehrtägigen Stromausfalls tatsächlich auftreten solle, dann werden wir sogenannte ‚Leuchtturm-Anlaufstellen‘ einrichten. Mit extra angeschafften Generatoren ist hier die Notversorgung in jedem Fall für mindestens 14 Tage gewährleistet.“

Flüchtlinge in
Raubling

Als Anlaufstelle für Flüchtlinge sind in Raubling die Turnhallen eingeplant. Davon steht eine jedoch aktuell nicht zur Verfügung. Die Turnhalle des Gymnasiums ist mit Flüchtlingen belegt, wodurch für die Schüler teilweise wertvolle Unterrichtszeit verloren geht, weil sie mit dem Bus in andere Turnhallen gebracht werden müssen. Bis zu 250 Asylbewerber können in der Halle unterkommen. Über die Dauer des Zustandes gibt es keine Aussagen vom Landrat. Schulleiter Dr. Armin Stadler betont aber: „Das klappt alles recht gut. Uns wurden sofort Hallenzeiten von den anderen Schulen angeboten und die Fachschaft Sport hat ein Konzept erarbeitet, damit möglichst keine Stunden ausfallen müssen.“ sön

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