Ein herausforderndes Jahr mit Highlights

von Redaktion

Nach zwei Jahren mit vielen Einschränkungen für die Bürger, Gastronomie, Handel und Kultur hatte Waldkraiburg wie alle anderen Städte auch die Hoffnung, dass das öffentliche Leben wieder uneingeschränkt möglich sein wird.

Doch so unbeschwert wie erhofft wurde das Jahr dann nicht. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine mit all seinen Konsequenzen hat auch in Waldkraiburg seine Spuren hinterlassen. Die große Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Auseinandersetzung und die massive Verteuerung von Energie und vielen anderen Rohstoffen hatte und hat Auswirkungen auf viele Projekte, die in den letzten Jahren angestoßen wurden und jetzt in die Umsetzung kommen sollen.

„Es war ein anstrengendes Jahr, aber auch eines, das Spaß gemacht hat“, so das Resümee von Waldkraiburgs Erstem Bürgermeister Robert Pötzsch. Nach zwei Jahren Corona konnten endlich wieder große Veranstaltungen wie das Volksfest und die Moonlight Shows stattfinden. Die Bevölkerung bringt sich in das öffentliche Leben ein, die Arbeit im Stadtrat sei konstruktiv und gut. „Dennoch kann ich nicht verhehlen, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Die Haushaltslage ist sehr angespannt, längerfristige Prognosen darüber, wie sich die Wirtschaft, die sich aktuell noch als sehr robust in Waldkraiburg erweist, entwickeln wird, sind schwierig“, so Pötzsch. „Wichtig ist, dass wir intensiv darüber diskutieren, welche Pläne wir in den nächsten zehn bis 15 Jahren umsetzen, welche Schwerpunkte wir setzen wollen. Ziel ist, für Waldkraiburg deutlich über 2026 – wenn die nächsten Wahlen stattfinden – hinaus, eine solide Basis zu schaffen.“

Großprojekte
Waldbad und Rathaus

Die Großprojekte Waldbad und Rathaus sind massiv von den Kostensteigerungen betroffen. Trotz der angespannten Haushaltssituation gehen die Planungen für das neue Rathaus weiter. Derzeit wird das Raumkonzept des Rathaus-Neubaus überarbeitet, Pläne werden geschärft und detailliert. Wie sollen die Büros der Zukunft aussehen, wieviel Platz wird tatsächlich benötigt, wie hoch werden die finalen Kosten sein? Corona hat auch das Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung beeinflusst, flexiblere Homeoffice-Möglichkeiten und virtuelle Videokonferenzen haben den Arbeitsalltag verändert. „Wir rechnen mit Grobkosten von etwa 25 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant. Sobald wir aussagekräftige Zahlen und Entwürfe haben, werden wir diese der Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir wollen sowohl Personal und Personalrat, als auch die Bevölkerung eng miteinbeziehen.“ Pötzsch betont, dass auch mit der Entwicklung des Rathausumfelds und des Sartrouville-Platzes zeitnah begonnen werden soll, um die Innenstadt neu zu beleben. Alle Informationen rund um den Neubau des Rathauses finden Bürger unter www.rathaus-waldkraiburg.de.

Seit Ende 2022 steht nun definitiv fest: Eine Freibad-Saison im Waldbad wird es 2023 nicht mehr geben. Die Kosten für eine provisorische Ertüchtigung der veralteten Technik wären zu hoch. Klar ist auch: Der ursprüngliche Entwurf des neuen Bads ist nicht finanzierbar, die Kosten sind aufgrund der aktuellen Preissteigerungen völlig aus dem Ruder gelaufen. Daher wurden die Planungen nun angepasst, um die Obergrenze von 20 Millionen Euro plus einem kleinen Puffer einhalten zu können. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Abbruch, die Prüfung der Fördermittel, die Klärung des Zeitplans. Während der Schließung sollen die Schulschwimmhalle ganzjährig geöffnet und die Öffnungszeiten ausgeweitet werden. So hätten wenigstens Schulen und Vereine die Möglichkeit zum regelmäßigen Schwimmen und Trainieren. Auch der Öffentlichkeit sollen Zeiten eingeräumt werden. „Im Sommer 2026 soll das neue Waldbad eröffnet werden“, erklärt Pötzsch. kao

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