Schon seit 25 Jahren gibt es in Raubling ein Gymnasium und doch ist seit diesem Schuljahr alles neu. Mit einer großen Feier hat sich die Schule zum Ende des letzten Schuljahres von der Landtagspräsidentin Ilse Aigner persönlich den Namen „Inntal-Gymnasium Raubling“ verleihen lassen.
Die Namensfindung war ein langer Prozess, bei dem die ganze Schulfamilie beteiligt war. Viele Vorschläge wurden eingereicht, wieder aussortiert, zur Abstimmung vorgelegt. Und zum Schluss war sich die Gemeinschaft einig: Wir wollen das im Namen haben, was uns vorwiegend prägt: Und das ist, dass sich in unserer Schule alle Schüler des Inntals zu Hause fühlen können.
Konzept der Schule gründlich geprüft
So wurde zusammen mit dem Schulnamen auch das gesamte Konzept der Schule auf Herz und Nieren geprüft. Sollte man sich auf ein Thema spezialisieren? Sollte man das Fremdsprachenangebot ändern? Welche zusätzlichen Angebote kann man machen? Die Entscheidung fiel letztlich eindeutig dafür, dass man keine Spezialisierung möchte. Vielmehr solle das Augenmerk darauf gelegt werden, dass der Individualität des Einzelnen Priorität eingeräumt werden solle. Schulleiter Dr. Armin Stadler ist stolz darauf, dass jeder und jede die Unterstützung bekommt, die er braucht. Auch eine Reihe an Arbeitskreisen – bei einigen davon, wie zum Beispiel der „AK Catering“ oder der „AK Technik“ – sorgen Schüler bei Schulveranstaltungen für das Drumherum. In weiteren Angeboten, wie beispielsweise dem Goldschmiedekurs oder dem Wahlkurs „Holz und Bau“ haben die Schüler die Möglichkeit, ihre handwerklichen Fähigkeiten auszuprobieren. Parallel hierzu gibt es aber auch Angebote für besonders talentierte Schüler. Einerseits ist das seit Jahren bewährte Programm der „Jungen Forscher“ eine Möglichkeit, sich besondere intellektuelle Erfahrungen anzueignen. Andererseits werden aber Sportler wie auch Musiker unterstützt und gefördert. So sind am Inntal-Gymnasium sowohl Skiläufer, Skispringer, Radrennfahrer und sogar Nachwuchsfußballer des FC Bayern München zu finden, gleichzeitig aber äußerst begabte Musiker. Ein Neuntklässler des Raublinger Gymnasiums etwa ist in der Hochbegabtenförderung der Hochschule für Musik und Theater aufgenommen worden.
Dass in dieser Schule nicht nur besondere Leistungen, sondern auch besonderes gesellschaftliches Engagement gewürdigt wird, konnte man bei einer ganz speziellen Veranstaltung erkennen: Drei Freundinnen, alles Schülerinnen der Oberstufe am Inntal-Gymnasium, durften in Eigenregie im Oktober 2022 eine große Spendengala organisieren. Auslöser für dieses großartige Engagement ist die Geschichte von Sophia Königbauer, einer der drei Freundinnen. Sophia bekam im Jahr 2020 als 15-Jährige eine schockierende Krebsdiagnose und musste in der Haunerschen Kinderklinik in München behandelt werden. Nach vielen, auch schmerzhaften, Therapien kann Sophia wieder am Unterricht teilnehmen und alles machen, was ihr Spaß macht. Die Schülerin, die dieses Jahr ihr Abitur am Inntal-Gymnasium schreiben wird, ist den Ärzten und Pflegern der Klinik, vor allem aber dem „Schmerzteam“ dafür dankbar, dass sie in dieser Zeit besonders gut begleitet wurde.
Große Spendengala für Kinderklinik
Deshalb hat sie zusammen mit ihren Freundinnen die große Spendengala mit Tombola, Versteigerungen und einem bunten Rahmenprogramm organisiert. Rund 70000 Euro sind dadurch zusammengekommen und wurden an die Haunersche Kinderklinik übergeben. Mit dem Geld sollen Therapien unterstützt werden, die nicht von der Krankenkasse abgedeckt werden, aber Sophia gut geholfen haben. Rund 2000 Kinder erkranken jährlich in Deutschland an Krebs und die drei Freundinnen hoffen, mit dem Geld vielen Kindern zu helfen. Dass Schuldirektor Stadler so ein Engagement unterstützt und sehr stolz auf das besondere Event ist, das die Schülerinnen in der großen Aula der Schule veranstaltet haben, versteht sich von selbst.sön