Nach dem Ritterfest warten große Aufgaben

von Redaktion

„Das vergangene Jahr war für uns sehr erfolgreich“, freut sich Bürgermeister Josef Grundner. Zum einen konnte man mit dem Gemeinschaftsprojekt „1322 – Die Schlacht bei Ampfing“, das unter dem Leitspruch „Ein Dorf miteinander“ stattfand, einen riesigen Erfolg feiern. Zum anderen konnten wichtige Bauprojekte wie etwa der Kindergarten „Isenstrolche“ und der Kinderhort „Isenkids“ eingeweiht werden. Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist weiterhin hoch. Die Entwicklung der Einwohnerzahl ist gegenüber dem Vorjahr um über 130 Personen gestiegen, in den letzten zehn Jahren um etwa 800 Personen, was einem Wachstum von rund 13 Prozent entspricht.

„Finanziell steht Ampfing so gut wie nie da!“ freut sich Bürgermeister Grundner. Räumt aber gleich ein, dass das Geld dringend benötigt werde: „Der Haushalt wurde mit über 31 Millionen Euro abgeschlossen. Wir bemerken aber eine negative Verschiebung zwischen dem Verwaltungs- und dem Vermögenshaushalt. Begründen lässt sich das mit den ständig wachsenden Aufgaben der Kommune.“ Mit Blick auf die anstehenden Aufgaben wolle man gesund wachsen und müsse mit Augenmaß agieren: „Wir müssen noch einmal bei den Kindertagesstätten nachlegen. Hier hoffen wir auf eine positive Entwicklung bei den Fördergeldern“, führt Josef Grundner aus. Der Zitzmerstadel soll Ende des Jahres fertig sein und auch den Feuerwehrhaus-Anbau in Ampfing möchte man umsetzen. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wird der Notverbund nach Mettenheim und der Brunnen V in Reit gebaut. Bei der Wasserentsorgung soll mit dem Bau der Schlammentwässerungsanlage ein Zeichen für umweltbewusste Entsorgung gesetzt werden. Des Weiteren will man die Bauleitplanungen bei Gewerbe- und Wohnbaugrundstücken vorantreiben beziehungsweise abschließen. Der Abbruch des Molkereigeländes in Salmanskirchen kann im Frühjahr endlich starten und in den Ortsteilen stehen Straßen- und Brückensanierungen an. Bewegung gibt es auch bei der Digitalisierung der Schulen und der Gemeindeverwaltung. Auch das Rathaus ist in die Jahre gekommen. Hier hat sich die Gemeinde um einen Zuschuss zur energetischen Sanierung beworben. In den nächsten Wochen werden dazu die eingereichten Projekte durch ein Fachgremium bewertet. In der Bewerbung hat die Gemeinde mehrere Sanierungsmaßnahmen angemeldet, darunter Austausch der Fenster, Dachdämmung, Vollwärmeschutz für die Fassade, Dämmung der Kellerdecke, Erneuerung der Versorgungsleitung, Beleuchtungsinstallation, Erneuerung der Heizung mit Anschluss an Fernwärme, Ertüchtigung der Netzwerktechnik sowie ein Brand- und Fluchtwegkonzept. Die geschätzte Investitionssumme beläuft sich auf vier Millionen Euro. Die zu erwartende Fördersumme könnte 80 Prozent der förderfähigen Summe abdecken. Umgesetzt werden sollen die Sanierungen bis 2028. Um auch das Rathaus barrierefrei zu gestalten, ist zudem ein Außenlift geplant mit sich selbstständig öffnenden Türen. Die vorhandene Rampe an der Nord-Ostseite müsste dafür entfernt werden. stn

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