Steinbruch: Erweiterung abgelehnt

von Redaktion

Der Steinbruch bei Überfilzen ist etwas, mit dem sich viele Nußdorfer nicht abfinden können und mögen. Das ist seit Langem so, seit Langem auch war da das Gefühl, diesbezüglich nicht ernst genommen zu werden. Der ehemalige Bürgermeister Sepp Oberauer meinte dazu: „Die Nußdorfer haben immer wieder den Eindruck gehabt, dass sie in Sachen Steinbruch zu wenig bis gar kein Gehör finden“, sagte er. Oberauers Äußerung bezog sich damals auf die Frage, ob die Erörterung der Einsprüche, die gegen eine Erweiterung des Steinbruchs vorgebracht worden waren, öffentlich durchgeführt würde oder nicht.

In der öffentlichen Meinung in Nußdorf aber wurden zunehmend Stimmen laut, die befürchteten, hier solle ein für die Gemeinde entscheidendes Thema sozusagen unter der Hand behandelt werden. Aber: „Bürgerprotest, wenn er nur entschieden genug vorgetragen wird, muss und wird am Ende gehört werden“ so nicht nur die Überzeugung von Bürgermeisterin Susanne Grandauer. Die weitere Entwicklung gab ihr Recht. „Der unermüdliche Einsatz der Gemeinde zusammen mit dem Aktionsbündnis „Rettet den Heuberg“ und allen Naturschutzverbänden hatte schließlich doch Erfolg“, stellt sie jetzt fest. Mit dem Problem der Steinbrucherweiterung beschäftigte sich schließlich auch das Landesamt für Umweltschutz. Dort kam man in einem Gutachten zu dem Schluss, dass eine Erweiterung des Steinbruchs durch Ausgleichflächen nicht kompensiert werden könne. Eine Einschätzung, die sich in der Folge auch die Untere Naturschutzbehörde zu eigen machte, weshalb das Landratsamt schließlich den Antrag auf Erweiterung ablehnte.

Zieht der Betreiber seinen Antrag zurück?

Wie es weitergeht, ist derzeit noch offen. Der Betreiber des Steinbruchs hat jetzt mehrere Möglichkeiten. Er kann seinen Erweiterungsantrag zurückziehen und dann versuchen, ihn in veränderter und wahrscheinlich reduzierter Form neu einzubringen. Oder aber den Ablehnungsbescheid akzeptieren, beziehungsweise den Klageweg zu beschreiten. jt

Artikel 1 von 11