Einen besonders markanten Punkt in der Gemeindegeschichte setzte am Pfingstsonntag der Starkregen, der in der Gemeinde einen Schaden von etwa drei Millionen Euro verursacht hat. Die technische Anbindung des Rathauses war vier Wochen unterbrochen, allein der Stromausfall im Rathaus hat rund drei Wochen gedauert.
Durch die Bereitschaft der Rathausmitarbeiter, so gut es ging im Homeoffice zu arbeiten, konnte der Regelbetrieb einigermaßen aufrechterhalten werden. Das Landratsamt Mühldorf sowie die Gemeinde Schwindegg stellten unterstützend vier Arbeitsplätze in ihren Räumen zur Verfügung.
Angesichts des Unwetters und dessen Folgen fragt man sich im Rathaus: „Wie kann man sich auf solche Ereignisse in Zukunft vorbereiten?“
Vor dem Hintergrund auch möglicher Blackouts durch Probleme bei der Energieversorgung und weiterer unvorhersehbarer Wetter- oder Naturkatastrophen hat die Kommunalverwaltung ein Team gegründet, das strukturelle Planungen vornimmt. Ziel sei es, eine verlässliche Anlaufstelle für die Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde auch besonders im Katastrophenfall zu sein.
In Abstimmung mit dem Landratsamt Mühldorf und den umliegenden Gemeinden wird dazu ein sogenannter „KAT-Leuchtturm“ ins Leben gerufen – eine Anlaufstelle für die Bevölkerung in Krisenzeiten. Genaueres soll demnächst ausgearbeitet werden.ese