Erfolg in Sachen Blockabfertigung: Ein LKW-Fahrverbot auf den Ausweichstrecken zu Zeiten der Blockabfertigung ist in Kraft.
Die Blockabfertigungen am Grenzübergang haben die Inntalbürger schon viele Nerven gekostet. Seit Beginn der Maßnahme drohten viele Gemeinden im Inntal am LKW-Ausweichverkehr während der Blockabfertigungstage zu ersticken. Immer häufiger wurden die Tage, an denen gar nichts mehr ging – auch kein Weiterkommen für Schulbusse, Post oder örtliche Zulieferer. Immer nachdrücklicher forderten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden deshalb während der Blockabfertigungen ein „Fahrverbot“ für LKW auf den Ausweichrouten. Und immer wurden sie dabei mit einem Argument abgespeist: Der Verkehr darf auf Staatsstraßen nicht eingeschränkt werden.
In Neubeuern aber gab man trotz dieses „Totschlagargumentes“ nicht klein bei und beauftragte zusammen mit Nussdorf ein Gutachten. Dieses untermauerte die Situation über eine Verkehrszählung nicht nur mit harten Zahlen, es gab auch konkrete Lösungsvorschläge, in denen ein LKW-Fahrverbot an Blockabfertigungstagen als durchaus umsetzbar beschrieben wurde. Das Gutachten wurde von Klaus Schlosser vom Innsbrucker Büro für Verkehrs- und Raumplanung erstellt. Schlosser gilt als ein äußerst renommierter Experte, der auch für die Tiroler Landesregierung arbeitet.
Das Gutachten wurde dann am 22 Juni unter großer Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt. Und siehe da, nur knapp zwei Wochen später, kurz bevor das Bayrische Fernsehen das Thema in einer Jetzt-red-I-Sendung aus Brannenburg aufgreifen wollte, kam Bewegung in die Sache: Ministerpräsident Söder signalisierte die Möglichkeit, ein Fahrverbot umzusetzen.
In Kraft trat dieses dann bereits am 22 Juli und seither hat der Alptraum an Blockabfertigungstagen zumindest für die bislang betroffenen Gemeinden ein Ende. jt