Die Bürger bei gemeindlichen Vorhaben möglichst intensiv einzubinden – damit hat man im Bad Feilnbach beste Erfahrungen gemacht. Das jüngste Beispiel ist das Tannenhof-Areal, an dessen Planungsbeginn Workshops mit den Bürgern standen.
Wenn der Tannenhof zum Ende dieses Jahres eröffnet werden kann, werden etliche der dabei eingebrachten Vorschläge und Wünsche umgesetzt sein: Nicht zuletzt die Idee eines „Gemeinde-Wohnzimmers“, einem Versammlungsraum, in dem man sich ohne Verzehrzwang treffen und ratschen kann. Er soll auch Platz für Vereins- und Gemeindeveranstaltungen aller Art sein.
Nicht immer geht es jedoch so schnell wie im Tannenhof, wo Planung und Verwirklichung fast unmittelbar aufeinanderfolgten. Manches braucht mehr Zeit, wie etwa das Dorferneuerungsprojekt in Dettendorf, das insgesamt zwölf Jahre in Anspruch nahm. Dafür aber ist Dettendorf jetzt wirklich zu einer Schmuckperle im Feilnbacher Gemeindegebiet geworden. Noch wichtiger als der äußere Eindruck ist aber das, was ihn ermöglicht hat: Ein aktiver und lebendiger Gemeinschaftsgeist, der sich eben auch durch die nötige Beharrlichkeit auszeichnete. Man gab nicht auf und ließ nicht nach, weshalb alle Dettendorfer jetzt mit recht sagen können: Das ist unser Dorf und schön ist es geworden.
Dass Geduld belohnt wird, werden bald auch die Bewohner von Au feststellen können. Dort lief 2019 ein ISEK-Verfahren ab, ein sogenanntes Integriertes städtebauliches Entwicklungsverfahren. Es ist ein Projekt, das in die Zukunft gerichtet ist: der Zeitrahmen seiner Umsetzung ist mit etwa zwanzig Jahren nicht zu hoch gegriffen. Etwas schneller ging es in Au doch in einem ganz zentralen Punkt: dem Wunsch nach einem richtigen Dorfplatz. Er wird mit der Inwertsetzung des Trogerhauses verwirklicht werden. Das Haus, erbaut 1537, also noch vor dem Dreißigjährigen Krieg, ist schon für sich ein wahres Kleinod. Mit seinem 2000 Quadratmeter großen Grundstück und einem 700 Quadratmeter großen Vorplatz bringt es die Fläche mit, um zukünftig auch eine echte Dorfplatznutzung zu ermöglichen. Im laufenden Jahr werden die Planungen dafür ins Detail gehen, schon im nächsten Jahr hofft man, mit der Umsetzung beginnen zu können.jt