Nachhaltiges Bad Feilnbach

von Redaktion

Ohne alternative Energiequellen wird es in Zukunft nicht gehen. Doch es ist nicht leicht, die Belange der Anwohner, die Bedürfnisse der Landwirtschaft sowie den Natur- und Landschaftsschutz zu berücksichtigen. Noch schwieriger wird das Ganze, wenn es sich um eine Gemeinde wie Bad Feilnbach handelt, für die der Tourismus ein wesentliches Standbein ist.

Für den Bad Feilnbacher Gemeinderat ist dennoch klar: Wer die Notwendigkeit eines Energie-Umbaus erkannt hat, muss auch handeln und damit leben, dass der Umbau sichtbar wird. Er gab deshalb den Weg frei für eine erste Photovoltaikanlage in Dettendorf.

Laternen mit LEDs

Völlig ohne Probleme ist dagegen eine andere Maßnahme, die die Energiezukunft sichern hilft: die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen. In Bad Feilnbach ist sie bereits abgeschlossen, rund 600 Straßenlaternen leuchten nunmehr energiesparend. Die Gemeinde hat dafür rund 210000 Euro aufgewendet, spart dafür aber nicht nur Strom, sondern auch CO2. Auf zwanzig Jahre hoch gerechnet werden es gut 500 Tonnen sein.

Hohe Nachfrage erfährt das geplante Nahwärmenetz im Dorfzentrum. Mittlerweile gibt es soviel Interessierte, dass der ursprünglich geplante Standort der Energiezentrale am Schwimmbad zu klein gewesen wäre. Dort hätte man eine Anlage mit einer Leistung von 750 Kilowatt untergebracht, benötigt werden nach jetzigem Stand aber bereits drei Megawatt.

Noch ausbaufähig ist der Arbeitskreis Klima und Umwelt. Bürger sollten dabei eigene Ideen zur Energieeinsparung entwickeln – fürs eigene Heim sowie für die ganze Gemeinde – und diese will sie dann bei der Umsetzung beraten.jt

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