Viele Dinge auf den Weg gebracht

von Redaktion

„Die Gemeinde konnte ihren Schuldenstand auch im vergangenen Jahr weiter abbauen“, wie Rathauschef Hajo Gruber (UW) betont. „Und dennoch haben wir einiges anstoßen können, obwohl uns Corona weiter vor vielfältige Herausforderungen gestellt hat“. Von einer „Ruhezeit“ war die Grenzkommune weit weg, „wir haben viele Dinge auf den Weg gebracht und die Zeit gut genutzt“, wobei er dies insbesondere auf die wirtschaftliche Situation bezog.

Ein großes Thema in Kiefersfelden ist und bleibt die Wohnsituation. „Wir wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen“, so Gruber weiter und ein erster großer Schritt ist bereits in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Rosenheim getan worden. Auf einem über 4500 Quadratmeter großen Areal zwischen Sonnenweg und Kufsteiner Straße, dessen Eigentümer der Landkreis ist, entstand im vergangenen Jahr eine Wohnanlage mit 21 Wohnungen, wovon elf für einkommensschwächere Familien ausgewiesen wurden und die Gemeinde das Vergaberecht hat. Doch das soll erst der Anfang des sogenannten „Kieferer Modells“ gewesen sein, wie der Bürgermeister weiter ausführt. Bei diesem Modell hat die Gemeinde bei Neubauten ein rund 55-prozentiges Belegungsrecht für einkommensschwächere Familien. Dieses Recht bezieht sich auf die Areale mit bereits bestehendem Baurecht, auf denen Grundstücksbesitzer oder Investoren mit einem geänderten Bebauungsplan Wohnraum schaffen wollen. „Und da kommt die Gemeinde zum Zuge, wir werden bei der Planung und eventueller Genehmigung seitens des Gemeinderats darauf achten, dass die Vorgaben des „Kieferer Modells“ eingehalten werden“. Ein weiteres Bauprojekt in diesem Sinne steht unmittelbar bevor. Das Unternehmen „Bayern Immobilien“ plant am „Pfarrer-Gierl-Weg“ den Neubau von 20 Wohneinheiten. Und wie schon bei der abgeschlossenen Bebauung in der Kufsteiner Straße, sollen davon die gut Hälfte der Wohnnutzfläche als geförderter Wohnungsbau ausgewiesen werden. hko

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