Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) redet Klartext: Es gibt viele Herausforderungen. Da sind die Starkregenereignisse, die der Gemeinde Sorgen bereiten, der Breitbandausbau muss endlich starten, die beiden Feuerwehrhäuser in Rimsting und insbesondere Greimharting müssen brandschutztechnisch aufgerüstet werden. Die Gemeinde will in das Städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK einsteigen. Und einige Projekte, die schon seit längerem laufen, gilt es weiter voranzutreiben. Sei es beim kommunalen Wohnungsbau, bei den Straßensanierungen oder beim Mobilitätskonzept.
Neuen Wohnraum schaffen
Der kommunale Wohnungsbau steht ganz obenan auf der Prioritätenliste. Schon vor knapp vier Jahren wurde das erste Mehrparteienhaus an der Greimhartinger Straße errichtet, derzeit laufen die letzten Fertigstellungsmaßnahmen am zweiten Gebäude im Rahmen des kommunalen Wohnungsbaus. Neun Wohnungen unterschiedlicher Größe, familienfreundlich, seniorengerecht und barrierefrei, sowie 17 Stellplätze sind hier entstanden. Die Kosten belaufen sich auf 3,3 Millionen, 1,2 Millionen davon werden gefördert. Doch es braucht noch mehr Grundstücke, um Bauland für Einheimische ausweisen zu können, sagt Bürgermeister Fenzl.
Leider stehen auch keine Gewerbeflächen zur Verfügung, bedauert der Rathauschef. Man wolle vorhandene Fläche entwickeln und erweitern, aber nicht in die Fläche gehen. Dennoch hält der Rathauschef daran fest, dass die Gemeinde breit aufgestellt ist an Gewerbebetrieben.
In Pinswang wurde der Wasserhochbehälter neu gebaut. Die Wasserversorgung, die zwischen der Marktgemeinde Prien und Rimsting 1961 gegründet und 1968 ihren Betrieb aufnahm, versorgt über drei Brunnen die beiden Gemeinden sowie auch noch einige Ortsteile von Riedering. Der Zweckbau verfügt über zwei unterirdische Wasserkammern und einen weiteren für Rohrkeller und Technik. Der Hochbehälter dient als Zwischenlage für das Trinkwasser, das von dort in die Haushalte geht. An den 1,35 Millionen Euro Gesamtkosten beteiligten sich Rimsting und Riedering zu jeweils 50 Prozent. Für den Hochbau gab es keine Fördergelder, aber „wir sind im Kostenrahmen geblieben,“ sagt Bürgermeister Fenzl. Der alte Hochwasserbehälter soll heuer abgerissen werden.
Viele Projekte im laufenden Jahr
Für das laufende Jahr und die Zeit danach steht viel an in der Gemeinde: Zum Beispiel muss die Wasserleitung im Bereich Weiher-Haimling auf etwa 600 Metern Länge erneuert werden. Dafür sind rund 250000 Euro vorgesehen.
Die Oberflächenwasserbeseitigung in vielen Straßen wie beispielsweise der Sommer- und Rosenstraße sind weitere Aufgaben, ebenso die Planung und der Zuschussantrag für die Sanierung des Schulhauses. Hier müssen Dach, Fenster, eventuell sogar die Gebäudehülle und die Sanitäreinrichtungen saniert werden. Dazu kommen noch die Brandschutzauflagen. Auch die Brandschutzauflagen in den Feuerwehrhäusern Rimsting und Greimharting, die Sanierung des Hochbehälters auf der Ludwigshöhe und in Osterhofen gilt es heuer anzugehen. Die Gemeinde Rimsting hat viel vor. elk