Bereits Ende Februar vergangenen Jahres wurde die unverzügliche Realisierung des Planungsprojekts Dorfplatz in Feldkirchen im Rahmen des Integrierten StadtEntwicklungs-Konzepts (ISEK) beschlossen und der entsprechende Bauantrag eingereicht. Aktuell wartet die Gemeinde noch auf den Baugenehmigungsbescheid mit der wasserrechtlichen Genehmigung.
Auch die Planungen bezüglich des Neubaus des Wertstoffhofes bei den alten Tennisplätzen „Am Müllerland“ laufen auf Hochtouren. Voraussichtlich soll noch heuer mit dem Bau begonnen werden.
Die Umsetzung der Sanierung des Klärwerkes in Feldolling ist ebenfalls angelaufen. Die geplante Photovoltaik-Anlage soll in Betrieb gehen und die Planungen für den Austausch der Heizanlage, für die Wärmerückgewinnung und den Austausch von Pumpen und Rührwerken werden fortgeführt, damit bereits in diesem Jahr in Teilen mit den Arbeiten begonnen werden kann.
Neben diesen großen gibt es noch viele andere Projekte, die das Leben in und um die Gemeinde im laufenden Jahr spannend machen und die die Gemeinde fit für alle kommenden Herausforderungen machen sollen.
Bürgerbeteiligung wird in Feldkirchen-Westerham großgeschrieben und gerne angenommen, was die Teilnehmerzahlen bei den Bürgerinformationsveranstaltungen im Zuge des Integrierten Stadt-EntwicklungsKonzepts (ISEK) belegen. So beteiligten sich zum Beispiel viele Haushalte an der Befragung zum Thema innerörtlicher Verkehr und bei den Veranstaltungen, die teilweise auch mit Online-Beteiligung durchgeführt wurden, waren mehr Bürger als erwartet anwesend.
Bei diesen Veranstaltungen wurden die einzelnen Schritte des Konzepts vorgestellt und mit interessierten Bürgern diskutiert. Ende des Jahres 2022 fand dann die Klausurtagung des Gemeinderates, der Lenkungsgruppe und des Planungsbüros statt, bei denen konkrete Ziele erarbeitet wurden, aus der nun im laufenden Jahr die Formulierung und Umsetzung der dazugehörenden Maßnahmen erfolgen soll.
Innovationspreis für die Mittelschule
Wie in vielen bayerischen Kommunen war und ist das Leben in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham geprägt von der ausklingenden Corona-Lage im ersten Quartal 2022 und den folgenden Ereignissen rund um die Ukraine und den daraus resultierenden Veränderungen im Energiesektor. Trotz aller Herausforderungen kann Feldkirchen-Westerham auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Besonders in ihrem Engagement für Menschen aus der Ukraine, die aufgrund des Krieges ihr Heimatland verlassen mussten, hebt sich die Gemeinde am westlichen Rand des Landkreises Rosenheim hervor. „Es gibt in unserer Gemeinde eine sehr starke Ukrainehilfe“, so Erster Bürgermeister Hans Schaberl.
Für das schnelle und unbürokratische Engagement bei der Integration von Flüchtlingskindern bekam die Mittelschule Feldkirchen-Westerham unter der Leitung von Rektor Jürgen Lang sogar den bayerischen Innovationspreis. Jeden Freitagvormittag haben Geflüchtete, Helfende und Gastgebende die Möglichkeit, sich im Kinder- und Bürgerhaus in dem Ortsteil Westerham zum gegenseitigen Austausch zu treffen und entstandene Kontakte zu pflegen. Dort wurde für die Flüchtlinge auch eine Weihnachtsfeier organisiert.
Onlinebörse für
das Ehrenamt
Das soziale Engagement bleibt allerdings nicht nur auf Flüchtlinge beschränkt. Im Laufe des letzten Jahres wurde durch den Verein
Soziales Netzwerk Feldkirchen-Westerhame.V., bei dem die Kommune neben anderen selbst Gründungsmitglied war, eine Online-Ehrenamtsbörse für das Mangfalltal eingerichtet, bei der sich interessierte Bürger*innen über aktuelle ehrenamtliche Angebote informieren können. Landtagspräsidentin Ilse Aigner, als gebürtige Feldkirchenerin eng mit der Gemeinde verbunden, konnte hierbei als Schirmherrin gewonnen werden. frt