Ein Leben ohne Tablet oder Smartphone – für viele undenkbar! Ob sie Waldpilze bestimmen, Eier wachsweich kochen oder Einkaufszettel erstellen wollen – es gibt für alles eine App. Bei so einer Vielzahl sind natürlich auch mehr oder weniger sinnvolle Helfer für Wanderfreunde dabei.
Aber wie den Überblick behalten und wie die richtige App finden? Dazu muss man natürlich wissen, was die meisten Wander-Apps können und entscheiden, welche Funktionen wichtig sind.
Die grundlegenden Funktionen behandeln die Auswahl und Planung einer App, Tourenspeicherung und geeignetes Kartenmaterial:
Tourenauswahl
Fast alle Apps bieten zahlreiche Touren selbstständig an. Günstig, wenn diese in Kategorien (Dauer, Distanz, Höhenunterschiede) geordnet sind, sodass man die geeignete Tour für die Familie oder Gruppe herausfiltern kann.
Wichtig auch: Bietet die App automatisch eine GPS-Unterstützung für die Tour und gibt es weitere Informationen, zum Beispiel zu Anfahrt, Einkehrmöglichkeiten oder Ausrüstung, die für die Tour benötigt wird?
Planung
Neben den vorgeschlagenen Touren kann man bei den meisten Apps auch eigene individuelle Touren planen. Empfehlenswert sind nach Ansicht der ARAG Experten solche Planungsfunktionen, bei denen man Start- und Zielpunkt festlegt und die App dann eine Route erstellt. Bei einigen Apps kann man auch selber Wegpunkte auf der Karte einsetzen und so die Route noch individueller gestalten.
Wichtig: Bei manchen Anwendungen ist die Planung der Route nur im Web und nicht direkt in der App möglich. Die im Web geplanten Touren werden dann auf das Smartphone übertragen. Spontane Routenänderungen sind somit nicht möglich. Auch bei den selbst erstellten Touren dürfen Infos über Dauer, Distanz oder zu überwindende Höhenunterschiede nicht fehlen.
Touren speichern
Speicherfunktionen und die Archivierung der geplanten und erwanderten Touren sind von zentraler Bedeutung. Nur, wenn das gut funktioniert, kann man einmal geplante Touren jederzeit wieder aufrufen. Mit dem Tipp „Mückenschutz nicht vergessen“ wird einem eine Wiederholungstour dann noch schöner als beim ersten Mal vorkommen.
Karten
Die in einer App hinterlegten Karten sind die Basis einer jeden Wander-App. Es gibt Apps, die über Karten der ganzen Welt verfügen und solche, die nur eine bestimmte Wanderregion abdecken. Das ist meist auch eine Frage des Preises und des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes. Egal, wofür man sich entscheidet, man sollte darauf achten, dass die Karten permanent aktualisiert werden; sonst ist die Freude am Wandern unter Umständen schon in der nächsten Saison Schnee von gestern.
In der freien Natur ist das Internet nicht überall gleich gut zu empfangen. Darum können die geplanten oder gespeicherten Touren in guten Apps auch auf Offline-Karten abgespielt werden, sodass man auch ohne Internet- oder GPS-Verbindung sein Ziel nicht aus den Augen verliert. Ein zusätzlicher Nutzen entsteht, wenn auf den Karten Wanderhighlights, Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten verzeichnet sind.
Bei den meisten Wander-Apps ist der Preis durchaus überschaubar und auch die kostenlosen Angebote können oft mithalten. Viele Apps sind in der Bezahlversion mit deutschland-, europa- oder weltweitem Kartenmaterial ausgestattet und in der kostenlosen Version auf Karten aus einem Wandergebiet beschränkt.
Mehr Extras in der Bezahlversion
Andere Apps bieten in der Bezahlversion einfach ein paar Extras mehr. Unter Umständen machen diese zusätzlichen Funktionen die Bedienung der App nur unübersichtlicher. Es muss also nicht die teuerste Version sein, die die nächste Wandertour plant und begleitet.