Naturvergnügen pur lockt die ganze Familie in eines der größten Hochmoore Bayerns – das wunderschöne Naturschutzgebiet Kendlmühlfilzen. Idyllisch gelegen südlich vom Chiemsee zwischen Grassau und Bernau und entstanden am Ende der letzten Eiszeit.
Als beliebter Ausgangspunkt bietet sich der Parkplatz „Museum Salz und Moor“ an, an dem sich zur Orientierung Schautafeln zur Umgebung mit Infos zu den einzelnen Erlebnispunkten der Kendlmühlfilzen befinden.
Von dort aus führt eine kürzere Tour (800 Meter) auf den gut angelegten Naturpfaden entlang dem Moorerlebnisweg, der für unvergessliche Ausflüge mit kleineren Kindern sehr gut geeignet ist.
Auf geht’s zur Biberburg! Fantasievolles Werkeln mit Naturmaterialien auf dem Abenteuerspielplatz im Moorwald, ein einladender Picknickplatz, balancieren auf Baumstämmen, sogar Zwerge sind zu entdecken! Und beim Rätseln rund um die Tier- und Pflanzenwelt im Moor vergeht die Zeit wie im Flug – schon ist die Waldlichtung erreicht. Die benachbarte Holzplattform lädt zum Beobachten der vielfältigen, heimischen Natur ein. Von dort aus werden auf verträumten Wegen die Wanderer von Vogelgezwitscher zurück zum Ausgangspunkt begleitet.
Dort hat man die Wahl: Gleich eine Pause bei Speis und Trank im schönen Museumscafé machen oder lieber doch vorher den Wissensdurst im Museum rund um Salz & Moor stillen? Und dabei erfahren, was es mit „Blauen Fröschen“ und „Fleischfressenden Pflanzen“ auf sich hat. Eine lange Treppe führt an den höchsten Punkt des Museums, von wo aus ein herrlicher Fernblick genossen werden kann.
Für diejenigen, die jetzt so richtig die Lust auf weitere Kendlmühlfilzen-Abenteuer gepackt hat, geht’s – per kurzer Autofahrt oder sportlicher Wanderung circa 2,5 Kilometer weiter zum „Museum Torfbahnhof“. Von dort aus lädt am Wochenende und an Feiertagen zwischen Ende April und Ende Oktober die Feldbahn zur Schienenfahrt inklusive Besichtigung des Torfbahnhofs ein.
Zudem kann man sich im nebenan liegenden Torfmuseum in frühere Zeiten zurückversetzen lassen. Vom Bahnhof aus, Richtung Osten führen wunderbare Naturwege durchs Moor, denen sich verwunschene Waldwege anschließen.
Mit einer Rast an einem der vielen gemütlichen Plätzchen, die durchgehend mit einem atemberaubenden Bergpanoramablick aufwarten. Bänke laden unterwegs zum Pausieren und Genießen der heimischen Flora und Fauna ein. Margit Obermaier