20000 Stangen Spargel laufen in der Hochsaison durch die Maschinen auf den Spargelhof von Martin Feldmann. Der Landwirt baut in der Region auf 17 Hektar weißen und auch zwei Hektar grünen Spargel an. Doch der Abensberger Spargel ist nur einer der Gründe für einen Urlaub in der Region.
Mit dem Fahrrad zum Donau-Durchbruch
Die Benediktiner-Abtei Kloster Weltenburg ist das Ziel einer Radtour durch die von sanften Hügeln und den charakteristischen Hopfengärten geprägte Landschaft. Die direkt an der Donau gelegene Abtei fasziniert nicht nur mit ihrer jahrhundertealten Geschichte, sondern auch mit der prächtigen spätbarocken Klosterkirche St. Georg. Einen Spaziergang am Ufer entfernt vom Kloster liegen die Anlegestellen der Ausflugboote, mit denen Gäste nach Kelheim – und damit durch die Weltenburger Enge fahren können.
Auf diesem Abschnitt fließt die Donau zwischen bis zu 80 Meter hohen Felsen. Die imposanten Felsformationen machen die rund 20-minütige Fahrt nach Kelheim so spektakulär.
Oberhalb von Kelheim liegt die sehenswerte Befreiungshalle. Wer gut zu Fuß ist, kann den Rückweg nach Weltenburg zu Fuß bewältigen.
Ein Bad – von Frauen gemacht
Rund um die Ortschaft Gögging haben womöglich schon die Römer die positive Wirkung der örtlichen Quellen genutzt. Doch erst im Jahre 1870 gelang es Betty Hauber mit dem Römerbad den ersten Badebetrieb zu eröffnen, der bis heute besteht.
Gegen allen Widerstand setzte sich Betty Hauber damals für den Schutz der Schwefelquelle ein. Ihre Aktivitäten führten am 30. Juni 1919 zur offiziellen Anerkennung – und der Umbenennung der Stadt in Bad Gögging.
Davon erzählt Agnes Englerth den Gästen bei der einmal im Monat angebotenen Erlebnisführung. In rund 90 Minuten erfahren die Gäste, wie aus einem verschlafenen Bauerndorf ein überregional beachteter Kurort mit den Heilmitteln Schwefelwasser, Thermalwasser und Moor wurde.
Selbst ins Wasser steigen können die Gäste in der Limes-Therme. Die moderne Therme bietet im Innen- und Außenbereich die Möglichkeit, im warmen Wasser zu entspannen.
Eine Wohnstadt für die Weißbierzwerge
Eigentlich hatte sich der international bekannte Künstler Friedensreich Hundertwasser schon zur Ruhe gesetzt, als ein Abensberger Brauereibesitzer ihn für ein Bauprojekt in der Hallertau begeistern wollte.
Doch das Konzept, einen dem bayerischen Bier gewidmeten Turm gleich neben der Brauerei zu bauen, überzeugte ihn. Nach 8,5 Jahren wurde der Bau eines 35 Meter hohen, reich verzierten und farbenfrohen Turms schließlich genehmigt. Eine goldene Kugel an der Spitze symbolisiert die Welt. In die Wände sind nicht nur Tafeln mit den Zutaten des Bieres eingelassen, sondern auch Informationen zur Biertradition. Bäume und Sträucher finden Platz auf den verschiedenen Ebenen des Turmes. Als Vordenker und Vorkämpfer für den Umweltschutz war Hundertwasser dafür, der Natur in der Höhe die Fläche zurückzugeben, die man ihr beim Bauen nimmt. Inspiriert vom Erfolg des Hundertwasser-Turms ließ die Brauerei wenige Jahre später ein Haus der Kunst erreichten, in dem auf rund 600 m² Werke von Hundertwasser gezeigt und erklärt werden. Beim Rundgang durch die moderne Brauerei tauchen die Besucher in die Biergeschichte ein und lernen dabei auch die Weißbierzwerge kennen.
Ein Blick in die römische Geschichte
Zur Zeit der Römer war die Region südlich der Donau ein umkämpftes Grenzgebiet. Um sich vor den Angriffen der „Barbaren“ zu schützen, ließen die römischen Kaiser entlang der Donau größere und kleinere Feldlager bauen, um den „nassen Limes“ zu bewachen. Von einem davon, dem Römerkastell Abusina, kann man sich bei einer Führung ein Bild machen.
Natur- und Landschaftsführer Peter Fröhlich bietet Führungen durch das frei zugängliche Gelände an. Bei seiner Führung erfahren die Gäste nicht nur einiges zum Aufbau des Kastells, sondern auch zum Leben der Soldaten und ihrer Familien in der damaligen Zeit. Dass auf dem Gelände viele der Grundmauern der alten Bauten wieder aufgebaut wurden, hilft, sich das Heerlager in der grünen Idylle oberhalb der Donau besser vorzustellen.
Wer mit dem Auto in der Region unterwegs ist, stößt vielerorts auf Burgen und gut erhaltene Gebäude aus vergangenen Jahrhunderten. Mit den Car-Sharing-Autos von „e-altmuehltal“ können auch Gäste, die zum Beispiel mit der Bahn in die Region reisen, diese Flexibilität nutzen und sich für einzelne Tage oder Stunden ein komfortables Auto mieten. Mit dem gelangt man zum Beispiel nach Essing.
Der historische Ortskern ist genauso sehenswert wie der Kunstweg zwischen Fels und Fluss sowie die moderne Holzbrücke „Tatzlwurm“, die Straße und Main-Donau-Kanal überspannt. Auch Schloss Rosenburg in Riedenburg ist ein Besuch wert. Falkner Johann Bühler, der selbst am Fuß der Rosenburg aufgewachsen ist, hat die Burg gepachtet und zeigt dort regelmäßig Greifvogel-Flugschauen. Rund 50 Greifvögel haben ihre Heimat rund um die Burg gefunden – vom Falken über Geier bis hin zum Seeadler.
Vom Hopfen
zum Genuss
Schon die ersten Kurgäste nutzten die freie Zeit in Bad Gögging, um die farbenfrohen Eisvögel zu beobachten. Damit legten sie den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des heutigen Wellness- und Genuss-Hotels „Der Eisvogel.“ Gegründet als einfache Gastronomie hat die Eigentümerfamilie das touristische Angebot weiter ausgebaut. Heute sorgen Margit Zettl-Feldmann und ihr Team aus rund 80 Mitarbeitenden für entspannte Tage für ihre Gäste. Christian Kolb