„Der Landkreis Altötting ist ein leistungsfähiger und zukunftsorientierter Investitionsraum – nicht nur in Bayern, sondern auch auf europäischer Ebene“, betont Landrat Erwin Schneider. Nicht zuletzt mit dem bayerischen Chemiedreieck ist er ein wichtiger Wirtschaftsstandort, an dem eine Vielzahl bedeutender internationaler Unternehmen angesiedelt sind: „Burghausen ist sowohl Sitz des größten Werkes der Wacker Chemie AG, als auch der petrochemischen Raffinerie der OMV Deutschland GmbH, in Burgkirchen befindet sich der Industriepark Werk Gendorf. Gemeinsam mit vielen mittleren und kleineren Gewerbebetrieben verhalfen diese Unternehmen dem Landkreis zu einer besonderen Stellung unter den wirtschaftskräftigen Landkreisen Bayerns“, so Schneider. Aktuell befinde man sich in einem Transformationsprozess, der das gesamte Wirtschaftsleben erfasst.
Windkraft,
380-kV-Leitung und H2-Reallabor
Um eine zukunfts- und wettbewerbsfähige Industrie zu erhalten, müsse man schnellstens Ergebnisse erzielen: „Das A und O ist es dabei, den in Zukunft noch weiter steigenden, aber ohnehin schon sehr hohen Energiebedarf der chemischen Industrie zu bezahlbaren Preisen zu decken. Dies hat zur Folge, dass wir perspektivisch, neben der jetzt geplanten 380-kV-Leitung, wohl eine weitere benötigen werden, um die Stromversorgung in das Chemiedreieck auch in Zukunft zu gewährleisten.“ Aus diesem Grund habe der Landkreis auch in jüngster Vergangenheit maßgeblich Projekte mitinitiiert, die dazu dienen, den Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern, dazu zählen etwa das H2-Reallabor, an dem der Landkreis beteiligt ist, sowie das Windkraftprojekt „Rückenwind“.
Um den Zuzug von Fachkräften zu fördern und den Landkreis so attraktiv wie möglich zu gestalten, habe man große Investitionen in die Bildungseinrichtungen getätigt, wie beispielsweise aktuell der Neubau der Sporthalle am König-Karlmann-Gymnasium.
Landrat Erwin Schneider bezeichnet zudem den Campus Burghausen als eine „absolute Erfolgsgeschichte“: „Für die Erweiterung und den Ausbau des Hochschulstandortes Burghausen laufen derzeit Investitionen im Millionenbereich, die auch der Landkreis Altötting maßgeblich angeschoben hat. Bis 2026 wird ein neues Campus-Technikum mit einem Gesamtvolumen von rund 35,5 Millionen Euro errichtet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für Forschung und Entwicklung sowie für die Perspektive des Hochschulstandortes Burghausen. Mit der Fertigstellung des Technikums kann das Studienangebot des Campus Burghausen mit einem Master im Bereich der Wasserstoff-Technologie ausgeweitet werden.“