Krank werden im Urlaub kann jeden treffen. Gut, wenn man im Krankheitsfall vorbereitet ist. Nicht immer ist es am Urlaubsort möglich, an die richtigen Medikamente zu kommen. Auch fehlende Sprachkenntnisse können beim Kauf zu Problemen führen. Doch was gehört in eine gut sortierte Reiseapotheke? Die Auswahl hängt natürlich vom Reiseziel ab. Aber grundsätzlich sollten Urlauber die Medikamente dabeihaben, die sie daheim auch regelmäßig einnehmen und in der Hausapotheke zu finden sind.
Wer ohnehin eine Reiseapotheke im Auto oder Wohnmobil vorrätig hat, sollte einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum werfen.
Für Fernreisen in entlegene Gebiete können außerdem Wundschnellverbände, Wasserentkeimungs-Tabletten und Spezialpflaster für Schnittverletzungen sinnvoll sein. Wer in Malariagebiete reist, sollte sich beraten lassen, ob eine Malaria-Prophylaxe sinnvoll ist, oder ein Notfallmedikament dabei haben.
Chronische
Erkrankungen
Für Reisende, die an einer chronischen Erkrankung leiden und regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, ist eine gute Reisevorbereitung besonders wichtig. Ob Flugreise, Auto oder Zug; Wichtige Medikamente gehören ins Handgepäck oder dorthin, wo sie schnell greifbar sind. Diabetiker und alle, die ein flüssiges Medikament mit ins Flugzeug nehmen müssen, sollten sich ein ärztliches Attest ausstellen lassen, das sie bei den Kontrollen am Flughafen vorzeigen können. Dann können sie Insulin oder andere Medikamente im Handgepäck mit an Bord nehmen. Für den Transport empfiehlt sich eine spezielle Tasche mit Kühlelementen, rät die AOK.
Generell sollte sichergestellt sein, dass bereits vor Reiseantritt die benötigten Arzneimittel auch vorrätig sind. Für Diabetiker stellt eine mehrtägige Reise noch einmal eine besondere Herausforderung dar. So sollten insulinpflichtige Diabetiker unbedingt darauf achten, dass eine ausreichende Insulin-Versorgung und die richtige Lagerung der Arzneimittel gewährleistet sind.
Säuglinge, Kleinkinder
und Kinder
Säuglinge, Kleinkinder und Kinder benötigen im Krankheitsfall eine kindgerechte medizinische Versorgung. Nicht jedes Medikament, das für einen Erwachsenen geeignet ist, darf auch einem Kind, geschweige denn einem Säugling verabreicht werden. Die AOK weist darauf hin, dass fiebersenkende Mittel bei Heranwachsenden zum Beispiel häufig in Form von Zäpfchen verabreicht werden und auch beim Insektenschutzmittel ist eine niedrigere Dosierung notwendig. Die Reiseapotheke daher immer noch einmal mit Blick auf die Mitreisenden checken, für wen die Mittel geeignet sind.