Seit wenigen Wochen, genau seit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember, ist die MVV-Erweiterung auch in Ostermünchen angekommen. Ein Meilenstein und ein neues Kapitel im Öffentlichen Personennahverkehr.
Das bedeutet, dass die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs durch einen gemeinsamen Tarif sehr viel fahrgastfreundlicher wurde. Bisher gab es neben der MVV-Tarifzone M sechs weitere Zonen, zum 10. Dezember 2023 kamen die Tarifzonen 7 bis 11 hinzu.
„Für uns ist die MVV-Erweiterung in den Netzen Oberland und Chiemgau-Inntal die größte Veränderung, die mit dem Fahrplanwechsel an den Start geht“, erklärte BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann.
Nur noch ein
Fahrschein nötig
Egal, mit welchem Verkehrsmittel man nun unterwegs ist, es wird nur ein Fahrschein in Zug, U- und S-Bahn, Bus oder Tram benötigt. Das vereinfacht die Nutzung des Nahverkehrs enorm. Für Zugfahrer nach München eine große Erleichterung; sie können künftig in Ostermünchen einsteigen und nicht, wie bisher erst in Aßling. Für Rosenheim-Fahrer wird es sogar erheblich günstiger (über die Hälfte).
Schon im Voraus hat auch die Gemeinde Tuntenhausen dafür einiges getan. So wurde der Parkplatz am Bahnhof erheblich ausgeweitet, denn die bisherige Abstellfläche war meist schon gegen 9 Uhr belegt. Es kamen fast 100 Meter an zusätzlicher, angrenzender Parkfläche, bis etwa auf Höhe Heubergstraße, dazu. Mittlerweile wurde diese Parkfläche auch aufwendig befestigt und sie wird hervorragend angenommen.
Teilweise waren schon in den ersten Wochen der MVV-Gültigkeit alle vorhandenen Parkplätze belegt. Das zeigt die Resonanz der MVV-Erweiterung.
Auch Bürgermeister Georg Weigl freut sich über die Belegung. Bringt aber über kurz oder lang ein Problem: Reichen die vorhandenen Parkplätze für den Bedarf an Zugfahrern aus oder muss eine Erweiterung, in welcher Form auch immer, her.Werner Stache