22 Vereine prägen das kulturelle Leben der Gemeinde Breitbrunn am Chiemsee. Bayerische Traditionen, aber auch Sport und Musik werden großgeschrieben in Breitbrunn. Im August 2023 richteten die Gemeinden Breitbrunn und Gstadt gemeinsam die Kampenwandmesse aus. Ein besonderer und bewegender Moment, bekennt der Breitbrunner Rathauschef, auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hat.
Zahlreiche Projekte in
der Gemeinde
Im vergangenen Jahr feierte die Bühnenbande Kindertheater ihre erste Aufführung im Frühjahr: „Ein Projekt, das wir mittels Leader fördern konnten“, freut sich Bürgermeister Anton Baumgartner. Breitbrunn ist Mitglied beim EU-geförderten Leader-Programm und profitierte mehrfach davon in der letzten Förderperiode. Denn das regionale Förderprogramm greift, sobald sich Bürger und/oder Gemeinden mit einem konkreten Projekt einbringen. So wurde der Sportplatz mit Bürgerbeteiligung und -anregung zu einem sogenannten Begegnungsplatz ausgebaut und umgestaltet. Ebenfalls über das Leader-Programm finanziert wurde das Projekt Römerregion Chiemsee, das zusammen mit elf weiteren Gemeinden rund um den Chiemsee Einblicke in das Leben der damaligen Zeit gibt und Fundstücke präsentiert. Nun erfährt die Erlöserkirche in Breitbrunn dank Leader eine Aufwertung. Schon in 2022 gab es von Johann Kölbl, Leader-Koordinator am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim, einen Förderbescheid über gut 157000 Euro: Die Erlöserkirche in Breitbrunn soll zu einem barrierefreien „Treffpunkt für alle“ werden. Neben den Gottesdiensten und Kasualien (Taufen, Trauungen und dergleichen) möchte die Pfarrei ihre Funktion als Treffpunkt und Ort des sozialen Miteinanders und Austauschs stärken.
Treffpunkte für
alle schaffen
Unter Beachtung des Denkmalschutzes sollen die Räumlichkeiten derart gestaltet werden, dass Besucherinnen und Besucher einen Ort der Stille und Ruhe finden. Aber die Kirchenräume sollen auch für Angebote wie Yoga, Meditation, Achtsamkeitsseminare, Selbsthilfegruppen, Vorträge oder Filmabende genutzt werden können. Noch sind die Umbauarbeiten nicht abgeschlossen. Der Nachbarschaftshilfe-Verein wurde aufgelöst. „Mangels Nachfrage“, bekennt Bürgermeister Baumgartner. Für ihn ein eindeutiger Beweis, dass es in Breitbrunn einen guten Zusammenhalt gibt. elk