Seit Dezember 2023 ist der Landkreis Rosenheim auch Mitglied im MVV-Verbund. Dementsprechend ist auch Gstadt mit im MVV, die Anerkennung der Gästekarten von Gstadt bis nach Grafing oder Bayrisch Zell ist gewährleistet. Problematisch allerdings ist, dass sich bislang die Touristiker der beiden Landkreise Rosenheim und Traunstein nicht über eine Ausdehnung der Gästekarten Richtung Traunstein abgesprochen haben. Auch für die Schüler sei das ein Problem: „Die können doch nicht an der Landkreisgrenze ein zweites Ticket lösen.“ Er hoffe, dass sich da baldmöglichst eine Lösung findet.
Schon seit einigen Jahren sei man im Gespräch mit einem Hotelier, der ein neues Hotel beziehungsweise einen Anbau an den bestehenden Hotel-Komplex „Chiemsee-Panorama“ plant. Ein erster konkreter Antrag erging im Herbst 2022 und lautete auf Ausbau zu einem zweigeschossigen Hotel samt Tiefgarage und 100 Betten. Mit Augenmaß soll der Tourismus ausgebaut werden, betont Bürgermeister Hainz. Die Gemeinde habe mit einem vorhabensbezogenen Bebauungsplan die Planungshoheit. Das Gebiet drumherum muss nun dafür angepasst werden, was Bürgermeister Hainz per se nicht schlimm findet, denn: „Mit der Erweiterung wird die Verkehrssituation am Hafen entzerrt und der Hang Richtung See wird begrünt.“ Somit fügt sich der Erweiterungsbau ein. Die direkte Zufahrt soll über die Reiterstraße erfolgen, auch die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt dann nicht mehr über die Seestraße. „Eine Entlastung für unsere Bürger, aber auch alle anderen Gäste,“ meint der Bürgermeister. Aber der Bebauungsplan dauere noch.
Seit 20 Jahren hat die Gemeinde kein Einheimischen-Gebiet mehr ausgewiesen, nunmehr allerdings kommen weitere Flächen auf den Markt. Am Maierholz sollen auf insgesamt 5500 m² 13 Parzellen geschaffen werden. Derzeit laufen die Planungen für das Einheimischenmodell. Das neue Wohnbauland gehört der Gemeinde, die Grundstücke sind also nicht frei verkäuflich. Die Vergabe soll in 2024 erfolgen. Was die Wasserversorgung betrifft, sind noch einige Nachbesserungen bezüglich der wasserrechtlichen Genehmigung erforderlich. Und am Dorfplatz in der Breitbrunner Straße soll ein großes Grundstück umgeplant werden. Neben Gewerberäumen für die Nahversorgung im Erdgeschoss sollen unter Berücksichtigung der denkmalschutzrechtlichen Belange auch Wohn- und andere Nutzflächen im Obergeschoss geschaffen werden. Ob und inwieweit Sozialwohnungen dort entstehen können und welche Fördermöglichkeiten es gibt, soll noch geprüft werden. Der Gstadter Gemeinderat jedenfalls fasste in seiner Sitzung im Oktober 2022 einen Grundsatzbeschluss für die Überplanung des Grundstücks. Die Beratungen aber dauern noch an. Einig ist man sich aber im Gemeinderat: Ein Nahversorger ist wichtig.
Bauhoftankstelle für
Gstadt und Breitbrunn
Die Gemeinde plant zahlreiche Investitionen beispielsweise bei der Feuerwehr und dem Brandschutz, beim Straßenbau, Bauhof, dem Grunderwerb und bei der Abwasserbeseitigung. Geplant ist zudem eine bessere Eigenversorgung. So werden beim geplanten Anbau an die Bauhofhalle und auf dem Feuerwehrhaus PV-Anlagen errichtet. Eine gemeinsame Bauhoftankstelle für die beiden Gemeinden Breitbrunn und Gstadt mit der Standortgemeinde Gstadt ist schon in Betrieb gegangen.elk