Nach Jahren von großen Investitionen gilt es auf dem Samerberg nun wieder, den gemeindlichen Haushalt und damit die eigenen Finanzen zu konsolidieren. Trotz einer niedrigen Finanzkraft will die Gemeinde die anstehenden Herausforderungen meistern. Energiewende, Kinderbetreuung und Straßenbau heißen einige Schlaglichter für das Jahr 2024.
Auch wenn etliche Bauleitplanverfahren am Laufen sind, so hat sich die Bautätigkeit deutlich reduziert. Auch die Zahl der Bauanträge sei erheblich zurückgegangen, hieß es aus der Gemeindeverwaltung.
Abgeschlossen werden konnte 2023 die Bauleitplanung in Grainbach-Ost: Am Kapellenweg kann dadurch verdichteter gebaut werden, ebenso in den Bereichen Törwang Ost (Osterkamer Weg) und Törwang-West (Sonnenfeld). Am Anger in Törwang beginnt nun das Verfahren für einen Bebauungsplan für zwei Bauparzellen für einheimische Bürger.
Ebenso laufen noch die Verfahren für einzelne Baurechte in den Ortsteilen Brunn und Kohlgrub. Hier bleibt die Gemeinde bei ihrer bewährten Strategie, keine großen Baugebiete auszuweisen, sondern lediglich bedarfsorientiert verhältnismäßig kleine Neuausweisungen für Bauwünsche Einheimischer vorzunehmen.
Mit einer Reihe von Exkursionen, Klausuren und Seminaren hat der Gemeinderat die Schwerpunkte des Gemeinde-Leitbilds aus dem Vorjahr nochmals vertieft. So gab es Fahrten zum Allgäuer Energiedorf Wildpoldsried und nach Weyarn. Außerdem hat man sich ausführlich mit dem Flächennutzungsplan, mit dem Ziel klimaneutraler Gebäude und der kommunalen Wohnraumförderung sowie dem gelungenen Seniorenkonzept in Neubeuern beschäftigt.
Quartiersmanagement
startet
Starten wird 2024 das Projekt „Quartiersmanagement“, für das eine Reihe von Maßnahmen geprüft wird, darunter der Aufbau eines Nahwärmenetzes, energetische Gebäudesanierungen, Leerstandsmanagement, E-Ladestationen, PV-Anlagen und Radwegenetze.
Heizungsanlage auf
Biomasse umstellen
Ein erster Schritt Richtung Energiewende ist die Neuausrichtung der Heizungsanlage in der Grundschule. Die bestehende Anlage heizt nicht nur das Schulareal, sondern auch den Kindergarten und die Kinderkrippe mit. Hier soll zeitnah umgestellt werden auf Biomasse. Auch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik wurde eingeleitet.
Interkommunale
Zusammenarbeit
Gute Erfahrung macht der Samerberg bei der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Ob Schulverband, Abwasser, Ökomodellregion, Flüchtlingshilfe oder Standesamt: „Hier werden personelle und finanzielle Ressourcen effektiv und wirtschaftlich eingesetzt“, berichtet Bürgermeister Georg Huber. Auch bei der Senioren- und Sozialberatung wolle man künftig mit Nußdorf und Neubeuern gemeinsame Sache machen.