Die Zangberger Bürgerinnen und Bürger können auf ein ereignisreiches Jahr im Gemeinde- und Vereinsleben zurückblicken. Zu den aktiven Ortsvereinen gehört auch die Landjugend. Mit viel Eigenleistung, Unterstützung von Gemeinde, Kloster und Pfarrei sowie Spenden von Firmen und Banken wurden die Jugendräume im Schreinereigebäude des Klosters renoviert und der Landjugend zur alleinigen Nutzung übergeben. Die erst 2018 wieder ins Leben gerufene Landjugend hat mittlerweile 44 Mitglieder.
Neu gesegnet wurde der Kreuzweg im Isental, der seit seiner Errichtung im Jahre 2005 massive Schäden durch Vandalismus an den Stelen erleben musste. Die Gemeinde beteiligte sich an der von Steinmetzmeister und Bildhauer Florian Ecker durchgeführten Renovierung unter Federführung der Gemeinde Ampfing. Der ortsverbindende Wanderweg erstrahlt seither in neuem Glanz.
Viele verfolgten das Maibaumaufstellen
Den Dorfplatz schmückt nun auch erstmals seit 2019 wieder ein Maibaum. Zusammen mit den Dieben aus Lohkirchen und Schönberg wurde das 27 Meter lange Prachtstangerl von der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt und ein schönes Fest gefeiert. Durch einen Sturm Ende August wurde am Dorfplatz leider eine der wunderschönen Trauerweiden entwurzelt, eine weitere muss aufgrund der erlittenen Schäden auch noch gefällt werden. Bürgermeister Georg Auer nahm bereits eine erste Ersatzpflanzung in Form einer Flatter-Ulme vor.
Große Anstrengungen unternahm die Gemeinde weiterhin in der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Ein Wasserrohrbruch in Weilkirchen musste repariert werden. Der Zusammenschluss mit dem Mettenheimer Netz ist derzeit in vollem Gange. So wurde das Gebäude für die Pumpstation zwischen Stegham und Langenstegham mittlerweile aufgestellt. Damit wird sich in Kürze eine wesentliche Verbesserung der Versorgungssituation für die nordwestlichen Ortsteile Landenham, Stegham und Kaps ergeben.
Über mehrere Monate erstreckte sich der Neubau der Kläranlage. Nachdem die Halle schon Ende des Vorjahres errichtet wurde, wurden die Reaktoren der auf „Sequentieller Biologischer Reinigung“ (SBR) basierenden verfahrenstechnischen Anlage im März eingebaut. Seit April läuft die Anlage im Vollbetrieb. Der benötigte Strom wird zu einem großen Teil aus der Photovoltaikanlage erzeugt, die auf fast der gesamten Dachfläche installiert wurde. Die Außenanlagen werden derzeit je nach Witterung und Kapazität fertiggestellt.
Neue Seilrutsche
Ebenfalls noch im Bau befindlich ist eine neue Seilrutsche im Kinderspielplatz im Bräuhausgarten. Der westliche Fußweg zur Kirche St. Georg in Weilkirchen wurde von der Gemeinde gekauft und instandgesetzt.
Erste Dorfmeisterschaft
Ein großer Erfolg für die Stockschützen der Spielvereinigung Zangberg war die erste Dorfmeisterschaft im Mannschaftsschießen mit 23 Mannschaften. Seither gibt es auch eine Damengruppe, die regelmäßig auf den Stockbahnen trainiert. Auch die Pfarrgemeinde feierte wieder. Nach vier Jahren Pause fand wieder ein Pfarrfamilienabend statt, an dem sich alle kirchlichen Gruppen beteiligten. Mit einem umfangreichen Musik- und Unterhaltungsprogramm erlebten die zahlreichen Besucher einen vergnüglichen Abend im Bürgersaal.
Der Zangberger Gemeinderat erlebte zum Ende des Jahres noch eine personelle Veränderung. Nach mehr als 15 Jahren musste Hermann Huber seinen Sitz aus beruflichen Gründen aufgeben. Für ihn gehört nunmehr Johannes Auer als Listennachfolger der Wählervereinigung Zangberg dem Gremium an.
Ausbau der Kinderbetreuung
Für das kommende Jahr werden sich die Gemeindeaktivitäten vorwiegend auf den Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten konzentrieren. Die Planungen für eine Aufstockung der Kindertagesstätte sind bereits im vollen Gange. Auf das bestehende Gebäude sollen zwei Stockwerke gebaut werden, die vorrangig für die Kinderkrippe und den Kinderhort genutzt werden sollen.
Auch die Sanierungsarbeiten im Abwassernetz schreiten weiter voran. Zunächst werden am Dorfplatz die Kanäle im Inliner-Verfahren saniert.
Vor großen Herausforderungen steht auch das Kloster St. Josef. Neben der Ertüchtigung des Brandschutzes müssen auch die Dachstühle über den Fürsten- und Ahnensaal instandgesetzt werden. Ersten Kostenschätzungen zufolge sind dafür mehrere Millionen Euro notwendig. Die Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Heimsuchung Mariä prüfen derzeit die Finanzierung der umfangreichen Maßnahmen und hoffen auf zahlreiche Fördermittel und Spenden. hhr