Hochwasserschutz für Tattenhausen

von Redaktion

Eine Überflutung im eigenen Keller ist eine Horrorvorstellung für jeden Hausbesitzer. Kein Wunder, dass sich die Anwohner im Tattenhausener westlichen Wohngebiet Sorgen um ihre Eigenheime machen. Denn bei Starkregenereignissen kam es in der Vergangenheit bereits zu Überschwemmungen im Fasanenweg.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wird nun eine Anlage zur Regenrückhaltung von wildabfließendem Oberflächenwasser westlich der Grafinger Straße gebaut. Es ist vorgesehen, durch die Herstellung eines dichten Dammes an der Westseite der Grafinger Straße (Staatsstraße St 2080) eine natürliche Rückhaltemöglichkeit für wildabfließendes Regenwasser aus Tattenhausen-West zu schaffen. Bisher hat sich das Wasser aus den Drainagen unter der Wiese dort zwar bereits gesammelt, ist aber unter der Staatsstraße hindurch in die Siedlung auf der anderen Seite eingedrungen. Nun soll der Wasserabfluss in den Regenwasserkanal mittels eines Drosselschachtes geregelt werden. Das auf der Wiese gestaute Wasser wird dann kontrolliert eingeleitet. Laut Planung könne das natürliche Rückhaltebecken rund 3145 Kubikmeter Wasser fassen, was bei einem Drosselabfluss von fünf Litern pro Sekunde einem 100-jährlichen Hochwasser entspricht. Bei stärkeren Regenereignissen kann das Wasser über einen Notüberlauf im Drosselschacht in den gemeindlichen Kanal abgeleitet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 112000 Euro. Die Baumaßnahme ist im laufenden Jahr geplant. Fertiggestellt sein soll die Regenrückhaltemaßnahme Mitte des Jahres 2024. khe

Artikel 1 von 11