Weitblick, nicht nur in Sachen Energie

von Redaktion

Die Gemeinde Niederbergkirchen mit ihren etwas mehr als 1200 Einwohnern gehört zu den kleineren der 31 Kommunen des Landkreises. Nach wie vor ist die Gemeinde landwirtschaftlich geprägt, wenn auch die Zahl der Vollerwerbsbetriebe und der Milchviehbetriebe in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen ist. Ein öffentlicher Nahverkehr steht nur sehr eingeschränkt zur Verfügung, so dass – mit Ausnahme des Ortsteils Rohrbach, der an der Bahnlinie nach Mühldorf liegt – die Bürger auf ein Auto angewiesen sind.

Gut bestückter Dorfladen

Zwar mussten im Laufe der vergangenen Jahre sowohl die Bäckerei als auch der Gemischtwarenladen schließen, dafür konnte aber ein gut bestückter Dorfladen für eine erfreuliche Verbesserung der Einkaufssituation sorgen.

Herrliche Fernsicht

Wegen der Höhenlage des Dorfes mit seiner herrlichen Fernsicht bis weit in die Zentralalpen hinein ist der Ort als Wohnort überaus attraktiv. Auch sind die Mieten im Vergleich etwa zur benachbarten Kreisstadt um einiges günstiger.

Baugrundstücke
zu vergeben

Rund zehn Baugrundstücke konnte die Gemeinde in den letzten Jahren im Baugebiet „Kollmannseck“ verkaufen, von denen inzwischen gut die Hälfte bebaut wurde. Weitere sechs Baugrundstücke werden nach und nach in den nächsten Jahren vergeben. Hervorragend aufgestellt ist die Gemeinde im Bereich erneuerbare Energien, besonders in der Solarthermie und Photovoltaik. Einzigartig in diesem Umfang dürfte es auch sein, dass sich viele Bürger, die keine eigenen Dächer zur Verfügung haben, an einem der neun Bürgersolarkraftwerke beteiligen konnten. Zwei große Freiflächenphotovoltaikanlagen und eine Biogasanlage bewirken zusätzlich, dass in der Gemeinde weit mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. Windstromerzeugung ist nicht vorgesehen, einmal weil der Windatlas nicht dazu rät und zum anderen, weil wegen der Streubesiedlung geforderte Abstände kaum einzuhalten wären.

Die Wasserversorgung teilen sich die Wassergenossenschaft. Sie fördert Trinkwasser aus zwei Tiefbrunnen und gibt es günstig an die Gemeinde ab, die das Leitungsnetz in Händen hat und das Wasser an alle Haushalte verteilt. Positiv beeinflusst wird der Wasserpreis zudem durch die günstige Stromversorgung: Ein guter Teil des Pumpenstroms wird in einer genossenschaftseigenen PV-Anlage erzeugt. Die Mehrzahl der Haushalte ist an eine zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen, deren Abwässer zur Reinigung in die Kläranlage nach Mühldorf geleitet werden.

Die Grundschule wird zusammen mit der Nachbargemeinde Niedertaufkirchen betrieben. Derzeit werden an jedem Schulort zwei Klassen unterrichtet. Die Geburtenzahlen der letzten Jahre lassen jedoch einen deutlichen Anstieg der Schülerzahlen erwarten, so- dass bald zumindest eine weitere Klasse gebildet werden dürfte.

Anstieg der
Schülerzahlen

Der 2021 fertiggestellte Erweiterungsbau des Kindergartens ermöglicht seither die Bildung zweier Ganztagsgruppen, die voll ausgelastet sind, da nachmittags auch Grundschüler betreut werden.

Fast schuldenfrei

Da die Gemeinde derzeit fast schuldenfrei ist, kann sie anstehende Aufgaben wie die Erneuerung der Gemeindestraße über Kinning Richtung Gumattenkirchen und die vor allem energetische Sanierung der Sporthalle sowie eine moderne Ausrüstung der Feuerwehren bewältigen. bic

Artikel 1 von 11