Erfolgreiches Otfried-Preußler-Jahr

von Redaktion

Wie einem Gemeindebürger gerecht werden, dessen Bücher von Millionen von Kindern auf der ganzen Welt gelesen wurden und immer noch werden? Vor diese Aufgabe sah sich Stephanskirchen im vergangenen Jahr gestellt, dem Jahr in dem Otfried Preußler seinen hundertsten Geburtstag hätte feiern können. Und das war kein leichtes Unterfangen: Es darf nicht zu wenig Feierlichkeiten geben, aber auch nicht zu viel, Erwachsene sollen sich angesprochen werden, aber natürlich vor allem die Kinder.

Und es darf nicht vergessen werden, dass man mit dem Otfried-Preußler-Jahr organisatorisch völliges Neuland betrat: Einen Veranstaltungsreigen und damit einen Spannungsbogen über ein ganzes Jahr zu ziehen, diese Herausforderung hatte es für Stephanskirchen so noch nicht geben. Doch am Ende kann man sagen: Es war ein absolut gelungenes Festjahr, bei dem sich viele Höhepunkte aneinanderreihten.

Schon der Start war ein gelungener Wurf, denn an diesem Abend kamen im Grunde die Personen aus den Büchern von Otfried Preußler selbst zu Wort: der Räuber Hotzenplotz, aber auch die kleine Hexe, der kleine Wassermann, das kleine Gespenst. Das ohne viel äußeres Klimbim, einfach durchs Vorlesen aus den Büchern, zur sogenannten Dunkelstunde, jener abendlichen Zeit, die sich so hervorragend fürs Geschichtenerzählen eignet.

Ausstellung als
Höhepunkt

Und dann war da natürlich die Ausstellung in den ehemaligen Haidholzener Sparkassenräumen. Bei der war der Räuber Hotzenplotz nicht hinter Vitrinen gesteckt, die Kinder konnten vielmehr mitten in das Leben des Räubers eintauchen. Die Ausstellung war deshalb auch ein Riesenerfolg: 5000 Hotzenplotzfans konnte man von Mai bis August zählen und auch das Gästebuch ist voller begeisterten Lobes.

Am Ende des Jahres, beim Abschlussfestakt in der neu errichteten Aula der Otfried-Preußler-Schule, bei der vor allem die Menschen zu Wort kamen, die den Schriftsteller noch persönlich gekannt hatten, war klar: Dieses Festjahr hätte wohl auch dem Geehrten selbst gefallen – und das ist sicher das höchste Lob. jt

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