Neuer Bauhof ist bezugsfertig

von Redaktion

Der neue Bauhof ist fertig: Sozialraum, Unterkunft für Fahrzeuge und Büros – „alles an einem Fleck“. Früher war der Bauhof auf vier Standorte verteilt. Der neue Standort am Rande des Gewerbegebietes neben dem Wertstoffhof bedeutet für die Mitarbeiter des Bauhofs eine wesentliche Erleichterung der Arbeitsabläufe. Und für Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter (ÜWG) geht nach jahrzehntelanger Diskussion um den Neubau ein Herzenswunsch in Erfüllung.

2024 soll noch eine Kalthalle gegenüber dem Bauhof errichtet werden: In dem Gebäude soll der Bauhof 247 Quadratmeter bekommen, um Verkehrsschilder und viele weitere nötige Utensilien zu lagern.

Nebenan sollen die Vereine einen 124 Quadratmeter großen Raum zugesprochen bekommen. Ob Faschingsgilde oder Theaterer, alle können diesen Platz dann als Lager- oder als Vereinsraum nutzen.

Schon im Oktober 2018 hatte der damalige Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Bauhofs gefasst. Nach Schaffung des Baurechts und Ausschreibung der Gewerke begannen die Arbeiten im Sommer 2022. Inzwischen ist das Gebäude bezugsfertig und es gelang, deutlich unter den geplanten Kosten zu bleiben.

Neues Haus für
die Feuerwehr

Ein neues Haus hat auch die FFW Zaisering bezogen: Auf einem 1440 Quadratmeter großen Grundstück in Zaisering begannen 2021 die Bauarbeiten. Jetzt steht das Gebäude in nachhaltiger Holzständerbauweise.

Das Projekt wurde über 20 Jahre geschoben. Die Gesamtkosten waren mit zwei Millionen Euro veranschlagt und wurden eingehalten. An Fördermitteln gab es gut 110000 Euro, und auch die FFW-ler brachten viel Eigenleistung ein. Das Haus wird gut genutzt. Überhaupt habe die FFW seitdem großen Zuspruch erfahren und viel Nachwuchs bekommen, freut sich der Rathauschef.

Gutes Miteinander zeigt sich beim Dorfentwicklungsprogramm, dem Gerhard Rinser aus Vogtareuth und Peter Höcherl vom Amt für Ländliche Entwicklung (AELF) vorstehen. Der Weg zur Kirche in Straßkirchen ist neu gestaltet und gepflastert. Die von Hans und Kathi Bürger-Schuster liebevoll und aufwendig grundsanierte alte Ökonomie, die früher der Vogtei als Nebengebäude diente, ziert die Dorfmitte. Inzwischen wurde auch der Dorfplatz komplett umgebaut. In der Mitte des Platzes hat der Künstler Alfred Regnet einen Brunnen errichtet.

Gleichzeitig wurde die Einmündung Rosenheimer-/ Vogteistraße aufgewertet und mit einer grünen Insel verschmälert. Fußwege aus geschliffenen Granitsteinen schaffen ab Dorfplatz zudem barrierefreie Verbindungen in alle Richtungen. Sei es Richtung Kirche und Vogtei oder in Richtung Schön Klinik mit dem neuen McDonald-Haus, in dem Familien langfristig kranker Kinder wohnen können und das Mitte 2023 seinen Betrieb aufgenommen hat.

Die Dorferneuerungsmaßnahme hat gut 1,2 Millionen Euro gekostet, die Hälfte davon übernimmt das AELF. Noch steht die Bepflanzung aus. Für Anfang Mai ist die Einweihung geplant. Eine weitere Idee ist, in der Dorfmitte eine Begegnungsstätte, vielleicht sogar einen Wochenmarkt, einzurichten.

Eine Studie zum Hochwasserschutz erhitzte im vergangenen Jahr die Gemüter. Ein Forschungsteam hatte zehn Jahre lang den Inn nach Möglichkeiten zum Schutz vor Hochwasser zwischen Oberaudorf und Passau abgesucht. Ein möglicher Standort für eine Studie zum Bau eines Flutpolders wäre dabei Vogtareuth. Dieser soll sich über eine Länge von sechs Kilometern am Inn entlang erstrecken. Obwohl man damit bei Hochwasser die Pegel in den nachliegenden Gemeinden gehörig senken könnte, äußerten Landwirte große Bedenken. Auch Bürgermeister Leitmannstetter ist noch nicht überzeugt von dem Konzept. Er wünscht sich, dass die Anlieger bei weiteren Planungen miteinbezogen werden. Noch ist nichts entschieden. Kirchner

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