In diesem Jahr geht es in Aschau am Inn im Wesentlichen um Energiesparmaßnahmen, Verbesserungen der Verkehrs-, Kommunikations-, Abwasser- und Energieinfrastruktur und der Schaffung von Gewerbeflächen. Entsprechende Maßnahmen sind geplant. So soll die Beleuchtung der Straßen- und Sportanlagen im Laufe des ersten Halbjahres auf LED umgestellt werden. Auf den Dächern der Kinderwelt und der Grundschule sollen zudem PV-Anlagen errichtete werden.
Glasfasernetz
ausbauen
Bis Ende des Jahres sollen weite Gemeindeteile an das Glasfasernetz angeschlossen und die Abwasserpumpstation Aschau-Werk fertig gestellt und in Betrieb sein. Ebenfalls bis zum Jahresende sollen die wesentlichen Arbeiten zum Anschluss des Ortsteils Reit an die gemeindliche Kanalisation abgeschlossen sein und das Hochwasserschutzkonzept, zumindest mit vorläufigem Ergebnis, vorliegen. Die Planungen zur Renaturierung des Thalerbachs einschließlich Regenrückhaltemaßnahmen sollen umsetzungsreif ausgearbeitet werden.
Weiterhin wird die Gemeinde den SV Aschau beim Bau des Multifunktionsspielfeldes unterstützen und die Ortsentwicklung weiter vorantreiben. „Im Laufe des Jahres wollen wir zum Beispiel Umsetzungsmöglichkeiten für unseren „Kiesplatz“ und den Pfarrhof erarbeiten“, zählt Bürgermeister Christian Weyrich auf.
Mit den Erschließungsmaßnahmen für das Gewerbegebiet in Thann will man im Herbst starten. Außerdem arbeitet man in der Gemeinde an einer Lösung für das Problem mit den parkenden Lkw auf dem Gehweg im Bereich des EDEKA Marktes: „Ziel ist dabei auch die Schaffung einer Querungshilfe“, so Weyrich. Ebenfalls verbessert werden soll die medizinische Versorgung vor Ort.
Wärmefahrplan
Mit Blick auf die Wärmeversorgung sind die Detailstudie und die Rohrnetzplanung fast fertiggestellt und sollen als vorläufiges Ergebnis dem Gemeinderat im ersten Quartal in einer nichtöffentlichen Sitzung vorgestellt werden. Sind die Anmerkungen, Kritik und Vorschläge aus der Sitzung eingearbeitet, wird das Endergebnis anschließend der Öffentlichkeit präsentiert. „Dann liegt der Ball wieder beim Gemeinderat und es muss entschieden werden, wie die Ergebnisse in konkrete nächste Schritte umgesetzt werden“, beschreibt Christian Weyrich das Prozedere.
Genehmigung für
Erdwärme
Die größte Herausforderung aktuell sei es, die Geothermie als Wärmequelle in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einzubeziehen. „Die umfangreichen erforderlichen Maßnahmen bis zur Wärmenutzung und die damit verbundenen hohen Kosten sowie das Risiko der Fündigkeit beeinflussen die Wirtschaftlichkeitsberechnung deutlich – aber das bekommen wir noch in den Griff“, ist sich der Bürgermeister sicher.
Der nächste Meilenstein in Sachen Erdwärme ist geschafft: Anfang Februar kam der positive Bescheid über die Erteilung der bergrechtlichen Erlaubnis „Aschau am Inn“ zur Aufsuchung von Erdwärme zu gewerblichen Zwecken vom bayerischen Wirtschaftsministerium. Das vorgesehene Erlaubnisfeld hat eine Größe von 90 Quadratkilometern und betrifft die Gemeindegebiete Aschau am Inn, Obertaufkirchen, Rattenkirchen, Heldenstein, Waldkraiburg, Kraiburg am Inn, Taufkirchen, Jettenbach, Unterreit, Gars am Inn und Reichertsheim.
Die beteiligten Kommunen sind über den aktuellen Sachstand informiert: „Wir werden die Kommunen auch weiterhin auf dem Laufenden halten und anstehende Maßnahmen rechtzeitig kommunizieren“, betont Weyrich. Jetzt geht es aber zunächst weiter mit Überlegungen und Vorplanungen.
Kleineren Themen
„Das sind sicherlich nicht alle Projekte, die uns dieses Jahr ins Haus stehen – das ein oder andere kommt kurzfristig auf und natürlich gibt es noch genug vermeintlich „kleinere“ Themen, denen wir uns widmen müssen. Ich bin zufrieden, wenn wir Ende des Jahres an 80 Prozent der Projekte einen Haken setzen können oder zumindest die Planung und die Förderung so weit haben, um im Jahr 2025 in die Umsetzung zu gehen“, fasst Weyrich die Situation zusammen.