Die Planungen für die neue Kinderkrippe an der Schweppermannstraße sind fertiggestellt. Geschätzte Baukosten ohne Außenanlagen: rund 2,8 Millionen Euro. Derzeit stehen aber lediglich Fördermittel von rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Förderung aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes ist aktuell ausgesetzt, dies stellt eine außerordentliche hohe Belastung für den kommunalen Haushalt dar. Insgesamt fehlen der Gemeinde damit für das Projekt rund 700000 Euro. Der Bau wurde vorläufig zurückgestellt, soll aber bei entsprechender Haushaltslage wieder vorangetrieben werden.
Sanierung des
Rathauses
Für die energetische Sanierung des Rathauses hat sich die Gemeinde bereits im Oktober 2022 um einen Zuschuss beworben. Im März letzten Jahres kam dann die gute Nachricht: das Vorhaben wurde als eines von drei Projekten in Oberbayern ausgewählt. Der Maßnahmenkatalog ist lang: Austausch der Fensterelemente, Vollwärmeschutz der Fassade, Dämmung in der Kellerdecke, Einbau einer Lüftungsanlage, Erneuerung der Heizung mit Anschluss an das Nahwärmenetz, Erneuerung der Versorgungsleitungen, Erneuerung der Beleuchtungsinstallation, Ertüchtigung der Netzwerktechnik und des Brand- und Fluchtwegkonzepts.
Um das Rathaus barrierefrei gestalten zu können, braucht es einen Außenaufzug. Die Zugangstüren sollen sich automatisch öffnen können. Für die Installation des geplanten Aufzugs muss die vorhandene Rampe an der Nordostseite abgebrochen werden. Umgesetzt werden sollen die Maßnahmen bis 2028.
Ein weiteres Thema ist das Abwasser. Das Kanalnetz ist in zwei Teilnetze aufgeteilt: Ampfing und Bubing-Manharting. In Ampfing gibt es Abwasserkanäle mit einer Gesamtlänge von 88 Kilometern, davon 20 Kilometer Anschlussleitungen. Neben dem Kanalnetz werden zwei Kläranlagen und vier Entlastungsanlagen betrieben.
Neubau einer
Klärschlammanlage
In der Kläranlage Ampfing wird an der Stelle des bestehenden Schlammbeckens Ost, das nicht mehr benötigt wird, ein zweiteiliges Gebäude zur stationären Klärschlammentwässerung errichtet. In der östlichen Halle soll die Schneckenpresse untergebracht werden. In der westlichen Halle befinden sich die Fördereinrichtungen sowie darunterliegende Stellplätze für zwei Container, die den stichfesten Klärschlamm bis zum Abtransport aufnehmen. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro. Eine Förderung in Höhe von 70 Prozent ist beantragt.
Zur Trinkwassergewinnung betreibt die Gemeinde im südlichen Gemeindegebiet die in den 70er-Jahren errichteten Brunnen lll und IV. Der Brunnen IV wurde im Jahr 2017 wegen einer Sandführung des geförderten Wassers regeneriert und im Anschluss wieder in Betrieb genommen. Da es erneut Probleme gab, wurde die Förderrate gedrosselt, um ein Trockenlaufen der Pumpen zu vermeiden. Seitdem läuft der Brunnen vorsorglich nur im untergeordneten Betrieb.
Ampfing braucht
einen neuen Brunnen
Statt den defekten Brunnen zu überbohren und zu sanieren, soll weiter westlich als Ersatz ein neuer Brunnen errichtet werden. Erste Versuchsbohrungen sahen vielversprechend aus. Das Grundwasser wird aus einer Tiefe von etwa 30 Metern gefördert. Über dem Brunnen befindet sich ein Betriebsgebäude mit entsprechender Technik. Aktuell laufen Bohrungen mit Pumpversuchen zur genauen Ermittlung der Leistungsfähigkeit. Die Baukosten werden auf rund 1,1 Millionen Euro geschätzt.
Geförderter
Wohnungsbau
Im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus entsteht an der Zangberger Straße 6 ein Neubau mit drei Wohnungen mit jeweils rund 60 Quadratmetern. Mit den Bauarbeiten wurde bereits begonnen, das alte Gebäude abgerissen und die Bodenplatte gelegt. Sobald die Witterung es zulässt, wird die Baumaßnahme fortgesetzt. Die geschätzte Investitionssumme in Höhe von rund 850000 Euro wird im Rahmen des Kommunalen Wohnbauförderprogramm mit 235000 Euro gefördert und zusätzlich mit einem zinsverbilligten Darlehen über 475000 Euro finanziert.
Neue Räumlichkeiten
für die Jugend
Seit September 2022 ist Sebastian Maier als Jugendpfleger (JUVO) in Ampfing tätig. Da der erste Treffpunkt am Marktplatz 15 anderweitig durch Vereine genutzt wird, brauchte es einen Ersatz. Einen idealen Platz für die Jugend hat man mit dem ehemaligen Hausmeisterhaus an der Mittelschule Ampfing gefunden. Aktuell wird das Haus umgebaut. Unter Mitarbeit der Jugendlichen werden die Räume umgestaltet und an den künftigen Bedarf angepasst. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf rund 240000 Euro. Infos zu den Veranstaltungen finden Interessierte auf der Homepage der Gemeinde Ampfing. stn