Schule wird neu gebaut

von Redaktion

Der Gemeindehaushalt ist ausgeglichen, alle Bauvorhaben sind soweit im Plan – Raubling gleicht dem ‚Oiwai Easy Island‘, so, wie es die Raublinger Band ‚Fenzl‘ passenderweise auf ihrem neuen Album ‚Raubling‘ singt.

Klar, die Probleme, die es überall gibt, spürt man natürlich auch in Raubling. Bayernweit fehlen laut Studien der Bertelsmann Stiftung rund 70000 Kindergarten- und Krippenplätze.

Die Gemeinde Raubling, mit einer durchschnittlichen Geburtenanzahl pro Jahr von etwa 111 Kindern im letzten Jahrzehnt, bietet rund 600 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von eins bis sechs Jahre an. Sie fühlt sich hier gut aufgestellt, denn laut Stefan Landprecht von der Gemeinde, dem früheren Geschäftsführer von Bürgermeister Kalsperger, gibt es verschiedene Neubau- und Erweiterungsprojekte. Aktuell waren im Dezember wohl nur vier Kinder tatsächlich auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz.

Im Frühjahr bot sich dagegen noch eine ganz andere Situation, denn im Mai musste man noch 24 Kindern eine Absage erteilen. Mittels zweier Container, beziehungsweise ‚Pavillons‘ auf dem gemeindeeigenen Grundstück neben der ehemaligen ‚Bröcker Villa‘, die als Übergangslösung dienen, konnte man hier kurzfristig und pragmatisch Abhilfe schaffen.

Zwei Gruppen à zwölf Kindern kann man hier, vorerst für zwei Jahre, Betreuungsplätze bieten. Einschränkung ist, wie fast überall, das entsprechende Personal, wie Landprecht betont.

Erweiterungen im Laufe der Jahre 2022 und 2023 gab es auch noch durch die Einrichtung einer Gruppe im Gemeindehaus in Großholzhausen und im Untergeschoss der Michael-Ende-Schule. Absehbar leichter wird die Situation, so die Hoffnung der Gemeinde, wenn Ende 2025 der geplante viergruppige Kindergarten in Nicklheim fertig ist.

Auch für die Schüler der Michael-Ende-Schule ist für die nächsten Jahren eine große Neuerung in Sicht: Speziell das Gebäude der Grundschule am Hauptbau der MES war in letzter Zeit im Fokus. Bauliche Mängel an dem, in den 50er-Jahren errichteten Bau, werden immer gravierender. Der Keller ist feucht, Barrierefreiheit ist nicht gegeben, die Bauweise ist energetisch nicht mehr zeitgemäß. Außerdem fehlen bereits heute Klassenzimmer, was sich ab 2026 im Zuge des Anrechts auf Ganztagesschule noch verschärfen wird.

So wurde nach langer Diskussion endgültig die Entscheidung getroffen, dass der Bau komplett abgerissen und neu gebaut werden soll. Barrierefrei wird es dann mit einem Aufzug ins Obergeschoss und in den Keller gehen. Zusätzliche Werkräume sind geplant.

Unklar ist jedoch der Zeitpunkt des Baubeginns, denn die europaweite Ausschreibung der Baumaßnahme lässt aktuell noch einige Fragezeichen offen. Auch die Kostensituation stellt sich aktuell noch unklar dar.

sön

Artikel 1 von 11